18. Juni 2019

Top6 Themen: Supinatorlogensyndrom - Arm und Beinschmerzen

Supinatorlogensyndrom

Supinatorlogensyndrom Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Das Supinatorlogensyndrom hat seinen Namen vom Musculus supinator, der vom Ober- zum Unterarm zieht und eine Auswärtsdrehung der Hand bewirkt.

Zum Supinatorlogensyndrom kommt es, wenn der Nervus radialis in der so genannten Supinatorloge komprimiert wird. Es handelt sich also um ein typisches Nervenkompressionssyndrom, bei dem es zu Nervenschäden des Nervus radialis kommt. Insgesamt sind Schmerzsyndrome des Nervus radialis relativ selten, da dieser Nerv nur wenige sensible Fasern führt.


Ursachen: Supinatorlogensyndrom | Nervenkompression

Mögliche Ursachen für ein Supinatorlogensyndrom sind:

- Entzündungen

- Mikrotraumen
durch häufige Ein- und Auswärtsdrehung der Hand, z.B. beim Klavier- oder Tennisspielen

- Ellen- oder Speichenbrüche


Symptome: Supinatorlogensyndrom | Nervenkompression


Typische Symptome des Supinatorlogensyndroms sind:

- Tiefenschmerzen im Bereich des rückseitigen Unterarms

- Schmerzverstärkung bei Druck auf den Musculus supinator

- Probleme beim Auswärtsdrehen der Hand

- Streckschwäche des 5. Fingers, später auch des Daumens und der übrigen Finger

- sog. Fallhand, durch völlige Lähmung der Streckmuskeln


Therapie: Supinatorlogensyndrom | Nervenkompression

Bei der Therapie eines Supinatorlogensyndroms kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz.
Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).
Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Operative Maßnahmen
, z.B. operative Dekompression

d) Physikalische Therapie z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Supinatorlogensyndrom



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
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