21. Oktober 2019

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Peyronie: Neue Therapieansätze zeigen Wirkung 

 

Nicht wenige Männer haben von Natur aus einen leicht gekrümmten erigierten Penis. Ist die Krümmung sehr stark, wird von Peyronie gesprochen.

Hierbei handelt es sich um eine meist durch frühere Entzündungen und entsprechend vernarbten Fasergewebe hervorgerufene sehr starke Krümmung, die den Geschlechtsverkehr schmerzhaft macht. Hier können oft neue mechanische Hilfsmittel wie der Penimaster Pro Abhilfe schaffen.  

In einigen Fällen kann sich das Narbengewebe auf den Schwellkörper auswirken und so eine erektile Dysfunktion auslösen, die den Geschlechtsverkehr unmöglich macht. Für die Betroffenen ist das physisch und psychisch sehr belastend.
 

Diagnose und traditionelle Behandlung 

Die Diagnose ist für den Urologen in der Regel sehr einfach. Eine normale Ultraschall-Untersuchung des Penis reicht aus, um einschätzen zu können, welches Ausmaß die Peyronie hat.  

Die Behandlung ist ein wenig komplizierter. Traditionell werden Vitaminbehandlungen, Injektionen zur Reduzierung des Narbengewebes oder auch Ultraschallbehandlungen durchgeführt. Vitamingaben sollen die Wundheilung verbessern und somit die Entwicklung des Narbengewebes vermindern. Wenn das Narbengewebe bereits ausgebildet ist, sind Vitaminbehandlungen jedoch ohne Ergebnis.  

Auch die Injektion von Kortisonstereoiden, Verapamil oder Kollagenase kann in einem sehr frühen Stadium Entzündungen hemmen und die weitere Ausbreitung des Narbengewebes einschränken. In fortgeschrittenen Fällen sind Injektionen jedoch ebenfalls meist ohne sichtbares Ergebnis.  

Ultraschallbehandlungen können zusätzlich die Durchblutung steigern, sodass die weitere Narbenentwicklung in früheren Stadien ebenfalls verringert werden kann. 

Operative Eingriffe werden wegen der möglichen Nebenwirkungen sehr selten vorgenommen. Denn nur in Fällen, in denen bereits eine so starke Krümmung vorhanden ist und anders keine Möglichkeit mehr zur Ausübung von Geschlechtsverkehr besteht, kann ein operativer Eingriff erwogen werden.  

Leider kann es nach der Operation, bei der das Narbengewebe entfernt wird, zu Verkürzungen des Penis und auch zu erektilen Dysfunktionen kommen.
 

Neuere Behandlungsansätze setzen auf physiologisch angeregtes Zellwachstum

In neueren Behandlungsansätzen wird mit Hilfe von sogenannten Expandern versucht, den Penis über einen längeren Zeitraum physiologisch sachgerecht zu dehnen.  

Ziel ist es, eine Verbesserung der Durchblutung im Schwellkörper zur erreichen und dadurch die Produktion neuer Zellen anzuregen. Normalerweise endet die Zellbildung im Schwellkörper beim erwachsenen Mann spätestens ab 19. Lebensjahr.

Die sich durch das gleichgerichtete Wachstum der Zellen einstellende Volumenzunahme kann, wie medizinische Studien nun gezeigt haben, eine graduelle Begradigung des Penis bewirken. Praktisch muss man sich die Behandlung vorstellen wie bei einem Muskelaufbau an den Armen oder Beinen durch sportliche Betätigungen.

Einschränkend muss jedoch erwähnt werden, dass sich die Erfolge in der Peyronie-Behandlung mittels mechanischer Ansätze nur in Fällen mit leichter bis mittlerer Ausprägung zeigen. Hat sich zuvor bereits eine erektile Dysfunktion eingestellt, stehen weiterhin nur konservative urologische Behandlungsansätze mit Injektionen oder durch chirurgische Eingriffe zur Verfügung.

 

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