22. November 2019

Spezialthema

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Cannabis in der Medizin

 

Seit März 2017 wurde es auch Ärzten in Deutschland erlaubt, ihren Patienten bei schwerwiegenden Erkrankungen und fehlenden Therapiealternativen Cannabis (Cannabinoide) zu verschreiben. 2019 stieg die Anzahl an verschriebenen Rezepten um das Doppelte an. Momentan werden nur 75 Prozent aller Anträge auf medizinisches Cannabis genehmigt.
 

Wer darf Cannabis konsumieren?

Cannabis wird primär in der Schmerztherapie eingesetzt, denn insbesondere chronische Schmerzen gaben den Anlass für eine Legalisierung des Wirkstoffes als medizinische Substanz. Der Einsatz findet jedoch auch während einer Chemotherapie statt, hierbei werden die Chancen auf Übelkeit und Erbrechen erheblich gesenkt. Mittlerweile wird auch eine Cannabis Therapie bei Krankheiten wie AIDS eingesetzt, weil die Gesundheit hierdurch merklich gefördert werden kann.
 

Wie wird Cannabis konsumiert?

In Fertigarzneien sind die Wirkstoffe Dronabinol und Nabiximols zugelassen. Diese Stoffe werden aus dem Ausland importiert, weil der Anbau in Deutschland noch nicht zugelassen wurde. Das ist auch einer der Gründe, wieso diese Ressource so knapp ist.

Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) rät übrigens von einer Behandlung durch Blüten ab. Diese sind ebenfalls zugelassen für den medizinischen Zweck, jedoch ist die Wirkstoffkonzentration sehr variabel und aufgrund von Zubereitungsprozessen nur schwer abzuschätzen.

Extrakte aus Cannabis werden in der Regel als ölige Tropfenlösungen, als Kapseln oder alkoholische Inhaltslösungen verschrieben. Blüten können ebenfalls beispielsweise durch einen Vaporizer inhaliert werden, das hat den Vorteil, dass kein giftiges Pflanzenmaterial eingeatmet wird. Es besteht auch die Möglichkeit, die Blüten zu rauchen. Das ist aber nicht empfehlenswert aufgrund der Schadstoffe, die beim Verbrennen entstehen.
 

Die Wirkung von Cannabis

Für den medizinischen Zweck sind die Effekte der Cannabinoide CBD und THC verantwortlich. Sie wirken psychoaktiv, appetitanregend, muskelentspannend, analgetisch, antipsychotisch, neuroprotektiv und antikonvulsiv. Die Stoffe befinden sich als organische Säure in der Pflanze, dieses wird für die Anwendung durch Hitze-Decarboxylierung in eine wirksame Form umgewandelt. Dieser Prozess geschieht beim Verdampfen, rauchen oder beim Erhitzen von Öl.

Die Wirkung entfaltet sich im Anschluss im Körper durch das Endocannabinoid-System. CBD verfügt außerdem über ein deutlich größeres Wirkungsspektrum als THC. Da CBD ein Gegenspieler von THC ist, gibt es auch den Vorteil, dass die berauschende Wirkung abgeschwächt wird.

Eine komplementäre Wirkung von THC und CBD ist in der medizinischen Anwendung jedoch gefragt. Beide Wirkstoffe verstärken sich gegenseitig in der schmerzstillenden Wirkung und ergänzen zudem die angstlösende, appetitanregende und muskelentspannende Wirkung.
 

CBD bei Schmerzen im handelsüblichen Öl

Eine Schmerzlinderung kann schon mit einem handelsüblichen CBD Öl geschehen, statt mit einem ärztlichen Rezept. Insbesondere wird Cannabidiol (CBD) auch gezielt bei Nervenschmerzen oder krampfartigen Beschwerden verwendet. Zudem kann es den Bedarf an Schmerzmitteln reduzieren, wodurch selbstverständlich auch die Nebenwirkungen minimiert werden. Auf Internet-Seiten wie Cannabis-Oel.net wird nochmals detaillierter auf die Eigenschaften von CBD in einem Öl-Produkt eingegangen.

Die Wirkung richtet sich auch immer nach der Dosierung. Etwa 3x5 Tropfen scheinen ideal zu sein, bei akuten Schmerzen sollen es 1x 20 bis 30 Tropfen sein. Da jeder Körper aber anders reagiert, ist das eine Empfehlung unter Vorbehalt. Nicht bei jedem greift die Wirkung von CBD.
 

Wie schnell setzen die positiven Effekte von CBD ein?

Es handelt sich um ein pflanzliches Naturprodukt und nicht um ein Arzneimittel. Es zeichnet sich dennoch durch eine hohe komplementäre Effektivität aus, wobei auch ein langfristiger Einsatz kein Problem darstellt. Bei ausreichender Zufuhrmenge kommt es nach zwei bis sechs Wochen zu den ersten bemerkbaren gesundheitlichen Effekten.
 

Erfahrungen mit CBD im Internet

Im Internet wird immer öfters von den positiven Effekten bei Schmerzen berichtet. So sagt beispielsweise eine junge Dame, dass auch ihre Regelschmerzen innerhalb kürzester Zeit nachgelassen haben. Durch die Einnahme von CBD Öl kann verspürt sie während ihrer Regel keinen Verlust ihrer Lebensqualität mehr.

Krankenkassen übernehmen zum aktuellen Zeitpunkt keine Übernahme der Kosten. Dennoch sollten Sie bei Ihrer Krankenkasse anfragen, um so eventuell für ein Umdenken zu sorgen.

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