Circa 4-5% der Bevölkerung sind von dieser Erkrankung betroffen, wobei es bei den Eskimos fast 40% sind und am häufigsten der fünfte bzw. vierte Lendenwirbel betroffen ist.
Ursachen: Spondylolisthesis | Wirbelgleiten
Grundsätzlich kann man die Spondylolisthesis in zwei Ursachen unterteilen:
- angeborene Defekte
- erworbene Gefügelockerung, z.B. im Rahmen einer Spondylarthrose, nach einem Trauma oder durch Ermüdungsfrakturen
Häufig tritt die Spondylolisthesis bei Sportlern auf, bei deren Sportart ist zu einer Hyperlordosierung (Biegung der Wirbelsäule nach vorne) der Wirbelsäule kommt, wie z.B. Ringer oder Speerwerfer.
Symptome: Spondylolisthesis | Wirbelgleiten
Man kann vier Schweregrade nach Meyerding unterscheiden:
- Grad I: < 25% verschoben
- Grad II: 25 – 50% verschoben
- Grad III: 51 – 75% verschoben
- Grad IV: > 75% verschoben
Dementsprechend treten auch je nach Schweregrad unterschiedliche Krankheitszeichen auf. Grad I und II machen meist keine oder nur wenige Beschwerden. Erstes Symptom sind meist Kreuzschmerzen bei Belastung bzw. Bewegung, welche zu Dauerschmerzen werden können. Verursacht werden die Schmerzen durch die ständige Fehlbelastung der Wirbelsäule. Außerdem können noch pseudoradikuläre bzw. radikuläre Schmerzen durch die Reizung der paravertebralen Nervenwurzeln hinzukommen.
Diagnose: Spondylolisthesis | Wirbelgleiten
Zur Diagnostik einer Spondylolisthesis können folgende Untersuchungen durchgeführt werden:
- körperliche Untersuchung (Inspektion der Lendenwirbelsäule und Funktionstests, wie das Schober-Zeichen)
- neurologische Untersuchung
- Röntgenaufnahmen
- Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT)
Therapie: Spondylolisthesis | Wirbelgleiten
Bei der Therapie einer Spondylolisthesis kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz.
Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.
Details:
1. Allgemeine Therapien
a) Medikamentöse Schmerztherapie:
Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).
Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein.
b) Akupunktur
c) Operative Maßnahmen
d) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..
e) Andere Therapiemaßnahmen:
Wichtig sind hier auch individuelle Instruktionen zur richtigen Haltung und Vermeidung von übermäßigen Wirbelsäulenbelastungen (funktionelle Ergotherapie bzw. Rückenschule).
2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik
 
Therapie & Behandlungskonzepte bei Spondylolisthesis
Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim und Schmerzklinik am Arkauwald.
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