29. Januar 2015

doctorhelp - Home - Rückenschmerzen

Top6 Themen: Spondylarthrose - Rückenschmerzen

Spondylarthrose

Rückenschmerzen Themen und Krankheit doctorhelp.de
Mit dem Begriff Spondylarthrose bezeichnet man eine chronisch degenerative, d.h. durch Abnutzung und Verschleiß entstandene Erkrankung der Wirbelgelenke.

Dabei kommt es zu Instabilitäten und pathologischen Bewegungsmustern, welche häufig sehr schmerzhaft sein können.


Ursachen: Spondylarthrose

Durch die Degeneration und Höhenminderung der Zwischenwirbel kommt es zum Versagen der mechanischen Stabilisierung und Belastungsverteilung und somit zu pathologischen Bewegungsmustern, welche sich auf das gesamte Bewegungssegment auswirken. Der Mediziner nett diesen Zustand segmentale Gefügelockerung oder Gefügeinstabilität.
Es kommt im Bereich des hinteren Wirbelsäulenpfeilers zu Inkongruenzen, Überlastungszuständen und zur Arthrose der Wirbelbogengelenke. Dieser Arthroseprozess wird an der Wirbelsäule auch Spondylarthrose genannt. Typische Merkmale sind, wie auch an anderen arthrotischen Gelenken, eine Schmälerung des Gelenkspalts, Sklerose und Randzackenbildung.


Symptome: Spondylarthrose

Charakteristische Krankheitszeichen einer Spondylarthrose sind:

- Myofasziale Schmerzen

- Muskelverspannungen

- Wirbelblockierungen

- Veränderungen des Kapsel- und Bandapparates


Diagnose: Spondylarthrose

Wichtig, um eine Spondylarthrose zu diagnostizieren, ist eine genaue körperliche Untersuchung. Hierbei fallen typischerweise so genannte Triggerpunkte, d.h. lokale Verhärtungen der Muskulatur mit Schmerzausstrahlungen in eine typische Projektionszone, im Schmerzbereich auf.
Bildgebende Verfahren: Röntgen, Computertomographie (CT)


Therapie: Spondylarthrose

Bei der Therapie der Spondylarthrose kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz.
Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:


Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).
Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Operative Maßnahmen

d) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..

e) Andere Therapiemaßnahmen:
Wichtig sind hier auch individuelle Instruktionen zur richtigen Haltung und Vermeidung von übermäßigen Wirbelsäulenbelastungen (funktionelle Ergotherapie bzw. Rückenschule).

2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Spondylarthrose



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim und Schmerzklinik am Arkauwald.


Rückenschmerzen   Rückenschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Rückenschmerzen:
Vertebragene Schmerzen, Kreuzschmerzen, Chronische Rückenschmerzen, Rückenleiden, Rückenbeschwerden, Kreuzbeschwerden, Kreuzweh, low back pain

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Verwandte Schmerz-Themen von Rückenschmerzen

Rückenschmerzen Top6 Krankheiten

Schmerz-Themen zu Rückenschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige
Werbung 250x300


Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Mehr Patienten im DMP eingeschrieben
(28.01.15) Immer mehr Patienten werden in strukturierte Behandlungsprogramme (Disease-Management-Programme, kurz "DMP") eingeschrieben. Das geht aus dem "Qualitätsbericht 2014" hervor, den die Kassenärztliche Bundesvereinigung veröffentlicht hat. Ende 2013 gab es etwa 7,4 Millionen Einschreibungen in eines der Programme, die zu sechs verschiedenen Erkrankungen angeboten werden. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung von knapp drei Prozent (2012: rund 7,2 Millionen).
Artikel lesen...

Neue Ratgeber für das Gesundheitswesen
(28.01.15) In Berlin hat sich der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR) neu konstituiert. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe überreichte den Mitgliedern ihre Ernennungsurkunden. Neu dabei sind die Pflege-Expertin Prof. Gabriele Meyer von der Universität Halle sowie der Gesundheitsökonom Prof. Jonas Schreyögg von der Universität Hamburg. SVR-Vorsitzender bleibt der Allgemeinmediziner Prof. Ferdinand Gerlach (Universität Frankfurt).
Artikel lesen...

Diabetes: Netzwerke zum Schutz vor Amputationen
(23.01.15) Werden Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom (DFS) frühzeitig behandelt und engmaschig betreut, ist dies ein wirksamer Schutz vor Amputationen. Besonders gut funktioniert die Patientenversorgung in Netzwerken. Die AOK unterstützt Arz tnetze deshalb mit verschiedenen Verträgen. Neben der AOK-Rheinland/Hamburg engagieren sich weitere Regionen für die bessere Versorgung von Diabetes-Patienten.
Artikel lesen...

Weiterführende Links


728*90

Anzeige