Dabei kommt es zu Instabilitäten und pathologischen Bewegungsmustern, welche häufig sehr schmerzhaft sein können.
Ursachen: Spondylarthrose
Durch die Degeneration und Höhenminderung der Zwischenwirbel kommt es zum Versagen der mechanischen Stabilisierung und Belastungsverteilung und somit zu pathologischen Bewegungsmustern, welche sich auf das gesamte Bewegungssegment auswirken. Der Mediziner nett diesen Zustand segmentale Gefügelockerung oder Gefügeinstabilität.
Es kommt im Bereich des hinteren Wirbelsäulenpfeilers zu Inkongruenzen, Überlastungszuständen und zur Arthrose der Wirbelbogengelenke. Dieser Arthroseprozess wird an der Wirbelsäule auch Spondylarthrose genannt. Typische Merkmale sind, wie auch an anderen arthrotischen Gelenken, eine Schmälerung des Gelenkspalts, Sklerose und Randzackenbildung.
Symptome: Spondylarthrose
Charakteristische Krankheitszeichen einer Spondylarthrose sind:
- Myofasziale Schmerzen
- Muskelverspannungen
- Wirbelblockierungen
- Veränderungen des Kapsel- und Bandapparates
Diagnose: Spondylarthrose
Wichtig, um eine Spondylarthrose zu diagnostizieren, ist eine genaue körperliche Untersuchung. Hierbei fallen typischerweise so genannte Triggerpunkte, d.h. lokale Verhärtungen der Muskulatur mit Schmerzausstrahlungen in eine typische Projektionszone, im Schmerzbereich auf.
Bildgebende Verfahren: Röntgen, Computertomographie (CT)
Therapie: Spondylarthrose
Bei der Therapie der Spondylarthrose kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz.
Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.
Details:
1. Allgemeine Therapien
a) Medikamentöse Schmerztherapie:
Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).
Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.
b) Akupunktur
c) Operative Maßnahmen
d) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..
e) Andere Therapiemaßnahmen:
Wichtig sind hier auch individuelle Instruktionen zur richtigen Haltung und Vermeidung von übermäßigen Wirbelsäulenbelastungen (funktionelle Ergotherapie bzw. Rückenschule).
2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik
 
Therapie & Behandlungskonzepte bei Spondylarthrose
Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim und Schmerzklinik am Arkauwald.
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