20. Juli 2018

doctorhelp - Home - Rückenschmerzen

Top6 Themen: Schleudertrauma - Rückenschmerzen

Schleudertrauma

Rückenschmerzen Themen und Krankheit doctorhelp.de
Bei einem Schleudertrauma, auch Peitschenhiebverletzung, Peitschenschlagsyndrom oder Halswirbelsäulendistorsion genannt, handelt es sich um eine Verletzung der Weichteile im Bereich der Halswirbelsäule, wie sie z.B. durch Überstreckung bei einem Autounfall entstehen kann.



Ursachen bei einem Schleudertrauma (Peitschenhiebverletzung, Peitschenschlagsyndrom, Halswirbelsäulendistorsion,)

Die Halswirbelsäule stellt ein relativ schwaches Bindeglied zwischen dem Kopf und dem Brustkorb dar. Da sie in alle Richtungen frei beweglich ist, ist sie auch ziemlich anfällig gegenüber Verstauchungen und anderen Verletzungen, wenn die Bewegungen über das normale Maß hinausgehen. Dabei tritt ein Schleudertrauma nicht nur im Rahmen eines Autounfalls, sondern auch bei Sportunfällen, wie Tauchen, Boxen, Ringen und Judo, auf. Je nach Schweregrad der Krafteinwirkung können Zerrungen der Muskel und Bänder sowie komplizierte Wirbelbrüche entstehen.
Weitere Verletzungen im Rahmen eines Schleudertraumas sind außerdem Blutungen, Ödeme, retropharyngeale Hämatome und Kehlkopfverletzungen.


Symptome bei einem Schleudertrauma

Die Angaben zu den Symptomen sind uneinheitlich, da sie vor allem vom Ausmaß und der Lokalisation der Verletzung abhängen. Dementsprechend unterscheidet man drei Schweregrade:

- unauffälliges Röntgenbild und keine Weichteilverletzungen

- isolierte Weichteilverletzungen

- knöcherne Verletzungen


Häufige Symptome, über die die meisten der Betroffenen klagen, sind:

- Nackenschmerzen, welche in den Hinterkopf oder bis in die Stirn ausstrahlen können

- Schmerzausstrahlungen in die Schulter, bis in die Arme und Finger

- Vegetative Begleitsymptome, wie Übelkeit, Brechreiz, Schwindel oder Ohrgeräusche


Therapie bei einem Schleudertrauma

Bei der Therapie eines Schleudertraumas kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien bei einem Schleudertrauma

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.


b) Akupunktur

c) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Schleudertrauma



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Rückenschmerzen   Rückenschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Rückenschmerzen:
Vertebragene Schmerzen, Kreuzschmerzen, Chronische Rückenschmerzen, Rückenleiden, Rückenbeschwerden, Kreuzbeschwerden, Kreuzweh, low back pain

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Verwandte Schmerz-Themen von Rückenschmerzen

Rückenschmerzen Top6 Krankheiten

Schmerz-Themen zu Rückenschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Neuer Schub für den digitalen Austausch
(20.07.18) Den Mutterpass auf dem Smartphone sichten, Ultraschall- und Laborbefunde gemeinsam mit dem Arzt am Computer besprechen: In Berlin haben sich mehrere Geburtskliniken dem Digitalen Gesundheitsnetzwerk ? einer bundesweiten Initiative der AOK ? angeschlossen. Auch niedergelassene Ärzte sollen vom schnellen Austausch profitieren. Die Hoheit über die Behandlungsdaten liegt beim Patienten.
Artikel lesen...

Überarbeitetes Meldeverfahren zu Lieferengpässen bei Impfstoffen
(17.07.18) Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat das Konzept zum Meldeverfahren zu Lieferengpässen von Impfstoffen angepasst. Zusammen mit dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller und dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie hat das Institut das Lieferengpasskonzept überarbeitet. Das PEI hat nun die Möglichkeit, bei einem drohenden Impfstoffengpass mehr Informationen anderer Hersteller über deren Bestände zu erhalten und so einen Engpass genauer vorherzusehen und darauf zu reagieren, zum Beispiel durch Alternativempfehlungen.
Artikel lesen...

Diabetes: Was wissen Betroffene?
(16.07.18) Was wissen Menschen zum Thema Diabetes? Welche Hinweise wünschen sie sich? Wie bewerten sie verfügbare Informationen? Darüber war bislang wenig bekannt. Antworten liefert nun eine Be fragung des Robert Koch-Institituts (RKI). Demnach schätzen mehr als 90 Prozent der Betroffenen ihr Diabetes-Wissen als gut oder sehr gut ein. Anders sieht es bei Menschen ohne diese Stoffwechselerkrankung aus. Hier meint nur etwa jeder Zweite, sich gut oder sehr gut auszukennen.
Artikel lesen...

Weiterführende Links