15. August 2018

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Rundrücken

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Von einem Rundrücken spricht man, wenn eine vermehrte Kyphosierung, d.h. Krümmung nach vorne, der Brustwirbelsäule vorliegt. Meist wird ein Rundrücken durch eine Muskel- bzw. Haltungsschwäche verursacht, und durch zunehmende Muskelverkürzung fixiert. Bedingt wird dies durch eine berufs- oder sportbedingte Zwangshaltung und tritt meist bei Jugendlichen auf.

Der Rundrücken kann aber auch anlagebedingt (konstitutionell) bei der Scheuermann Krankheit auftreten, und wird dann als juveniler (jugendlicher) Rundrücken bezeichnet. Im Weiteren soll der juvenile Rundrücken näher erläutert werden.


Ursachen: Rundrücken

Die genaue Krankheitsursache des juvenilen Rundrückens ist noch unklar. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine angeborene Wirbelsäulenerkrankung, welche gehäuft beim männlichen Geschlecht zwischen dem 11. und 13. Lebensjahr auftritt und hauptsächlich die Brust- aber auch Lendenwirbelsäule betrifft. Dem zugrunde liegt eine Wachstumsstörung der Wirbelkörper-Bandscheiben-Grenzen, welche zu einer fixierten Kyphose (Rückwärtskrümmung) mit eventueller Skoliose (Seitwärtskrümmung) der Wirbelsäule führt.


Symptome: Rundrücken

Typische Symptome des Rundrückens sind:

- zunehmende Einschränkung der Wirbelsäulenbeweglichkeit

- Haltungsverfall und Überlastung benachbarter Wirbelsäulenabschnitte

- Myofasziale (Muskeln und deren Gewebsumhüllung betreffende) Reizungen


Diagnose: Rundrücken

Neben der auffallenden Fehlhaltung bei der klinischen Untersuchung, wird ein Rundrücken röntgenologisch diagnostiziert. Hierbei gibt es vier klassische Röntgenzeichen:

- Erniedrigung des vorderen Teils der Wirbelkörper

- Schmorl’sche Knorpelknötchen

- Unregelmäßige Abschlussplatten

- Zunahme des Wirbelkörperdurchmessers von vorne nach hinten


Therapie: Rundrücken

Bei der Therapie eines Rundrückens kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).
Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Operative Maßnahmen

d) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..

e) Andere Therapiemaßnahmen:
Wichtig sind hier auch individuelle Instruktionen zur richtigen Haltung und Vermeidung von übermäßigen Wirbelsäulenbelastungen (funktionelle Ergotherapie bzw. Rückenschule).

2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Rundrücken



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Rückenschmerzen:
Vertebragene Schmerzen, Kreuzschmerzen, Chronische Rückenschmerzen, Rückenleiden, Rückenbeschwerden, Kreuzbeschwerden, Kreuzweh, low back pain

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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