19. Januar 2019

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Top6 Themen: Querschnittssyndrom - Rückenschmerzen

Querschnittssyndrom

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Unter einem Querschnittssyndrom versteht man eine komplexe neurologische Symptomatik, die bei einer vollständigen oder teilweisen Schädigung eines oder mehrere Rückenmarksegmente auftreten kann.

Circa 50% der Patienten mit einer traumatischen Querschnittsläsion klagen über störende Missempfindungen unterhalb der Verletzungsstelle. Und noch ca. 27% berichten über Schmerzen, meist im Bereich der Extremitäten, aber auch krampfartige, viszerale Schmerzen können auftreten. Der Mechanismus der Schmerzentstehung ist noch weitgehend unbekannt.


Ursachen: Querschnittssyndrom

Schmerzen, die nach einer kompletten Durchtrennung des Rückenmarks im gelähmten Bereich auftreten, werden Deafferenzierungsschmerzen genannt. Deafferenzierungsschmerzen sind Schmerzen, die nach bzw. trotz der Ausschaltung sensibler Bahnen (Afferenzen), im ehemaligen Versorgungsgebiet des Nerven oder Nervenstammes auftreten. Prinzipiell handelt es sich hierbei also um Phantomschmerzen, wobei man diesen Begriff eigentlich nur verwendet, wenn ein Verlust eine Extremität vorliegt. Liegt eine inkomplette Durchtrennung des Rückenmarks vor, so können die Schmerzen auch vom verletzten Rückenmark ausgehen und peripher (im äußeren Körperbereich) empfunden werden. Diese Art von Schmerz nennt man zentraler Schmerz.


Therapie: Querschnittssyndrom

Bei der Therapie eines Querschnittssyndroms kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Am besten wirken hier sog. Antikonvulsiva, z. B. Gabapentin (Neurontin®), Pregabalin (Lyrica®) oder Carbamazepin (z.B. Tegretal®).
Alternativ, oder in Kombination zur Einsparung von Antikonvulsiva, kann auch das zentral wirksame Muskelrelaxans (im Gehirn / Rückenmark wirkendes Mittel zur Muskelentspannung) Baclofen (z. B. Lioresal®) versucht werden. Die Dosierung erfolgt hierbei einschleichend. Ein Ansatz ist auch das Antidepressivum Duloxetin (Cymbalta®), mit seiner schmerzdistanzierenden Wirkung.

b) Akupunktur

c) Physikalische Therapie
- z. B.: D.C.S., E.S.E.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Querschnittssyndrom



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Rückenschmerzen:
Vertebragene Schmerzen, Kreuzschmerzen, Chronische Rückenschmerzen, Rückenleiden, Rückenbeschwerden, Kreuzbeschwerden, Kreuzweh, low back pain

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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