16. November 2018

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Postnukleotomie-Syndrom

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Das Postnukleotomie-Syndrom oder auch Postdiskotomie-Syndrom beschreibt Schmerzen und Funktionseinbußen nach dem Fehlschlagen eines Eingriffes, der den vorgefallen Gallertkern der Bandscheibe entfernt.

Dieser chirurgische Eingriff heißt Nukleotomie bzw. Diskotomie. Der Eingriff wird nach einem Bandscheibenvorfall durchgeführt.

Die Ursachen sind in falscher Operationsanzeige, Operation in falscher Wirbelsäulenhöhe, ungenügende Entlastung der Bandscheibe, Entzündungen an Wirbelkörper und angrenzender Bandscheibe, verletzungsbedingte Blutansammlung außerhalb der Gefäße u.v.m. zu finden. Dadurch können später Komplikationen wie z.B. Instabilität der Wirbelsäule, krankhafte Bindegewebsvermehrung nahe des Rückenmarks oder das Wiederauftreten einer Bandscheibenausstülpung u.v.m auftreten.

Wie kann diesem Syndrom vorgebeugt werden?

Primär ist eine korrekte Diagnose wichtig, aber auch eine genaue Klärung der Schmerzursache und die Abschätzung des möglichen Nutzens und Risikos des operativen Eingriffs. Zu oft wird vorschnell gehandelt. Allenfalls relative Anzeichen wie unerträgliche und gegen jede bereits angeführte Therapie resistente Rückenschmerzen können ausschlaggebend sein.

Das Schmerzempfinden wird von den betroffenen Patienten unterschiedlich beschrieben. Meist bleiben die schon vor der Operation vorhandenen Rückenschmerzen bestehen oder werden verstärkt.

Therapie: Postnukleotomie-Syndrom
(Schmerzen nach einer Bandscheiben OP)


Die Therapie eines (chronischen) Postnukleotomie Syndroms sollte durch einen erfahrenen Schmerztherapeuten, noch besser im Rahmen einer Schmerzklinik erfolgen.

Bei chronischen Rückenschmerzen gilt generell, daß diese, wie bei jeder anderer chronischer Schmerzkrankheit auch, zu einer Art Überreizung der Schmerznerven führen. Dadurch entstehen Dauerschmerzen, was wiederum eine Überreizung beinhaltet, und ein Teufelskreis beginnt. Spätestens hier sind gezielte schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt. Diese sind oft bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem Schmerz und nicht mehr nach seiner Ursache richten. Chronische Rückenschmerzen erfordern dabei praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren und eine optimale Hilfe ist im Prinzip nur durch tägliche Therapien im Rahmen einer Schmerzklinik zu erreichen.

1. Möglichkeiten die Schmerzen symptomatisch (auch ambulant) zu behandeln:

- Medikamentöse Schmerztherapie.
Die Mittel erster Wahl sind peripher wirkende Analgetika (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken), spez. sog. nicht steroidale Antirheumatika (Rheumamittel), hierbei möglichst lang wirkende und magenschonende, z. B. Mobec®. Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkenden Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten.
Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch bei diesen Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

- Physikalische Therapie (Krankengymnastik, T.E.N.S. …)
- Akupunktur


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Postnukleotomie-Syndrom



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Rückenschmerzen:
Vertebragene Schmerzen, Kreuzschmerzen, Chronische Rückenschmerzen, Rückenleiden, Rückenbeschwerden, Kreuzbeschwerden, Kreuzweh, low back pain

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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