28. Mai 2017

doctorhelp - Home - Rückenschmerzen

Top6 Themen: Lumbalgie - Rückenschmerzen

Lumbalgie

Rückenschmerzen Themen und Krankheit doctorhelp.de
Die Lumbalgie bezeichnet Schmerzen, welche die Lendenwirbelregion betreffen (lumbal=Lendenwirbelsäule).

Die entstehenden Schmerzen strahlen zunächst nicht aus und bleiben auf den Lendenwirbelbereich beschränkt. Die akute, anfängliche Form wird als Lumbago bezeichnet, zu deutsch "Hexenschuß". (Infromationen: Hexenschuß)

Patienten beschreiben die auftretenden Beschwerden als stechenden Rückenschmerz im Bereich der Lendenwirbel. Damit verbunden sind regionale Verspannungen der Wirbelsäulenmuskulatur. Daraus resultieren oft Sperrungen im Bewegungsablauf die zu einer Zwangshaltung führen. Selbst eine abgeschwächte Form kann sehr hartnäckig und im weiteren Verlauf Anlass sein, eine spezielle Schmerztherapie anzuwenden.


Ursachen für lumbale Rückenschmerzen sind:

• Durch Abnutzung hervorgerufene Veränderungen:

- Bandscheibenschäden, wie Vorfall oder Vorwölbung

Bandscheibenvorfall Informationen: Bandscheibenvorfall
Bandscheibenvorwölbung Informationen: Bandscheibenvorwölbung

- Funktionsstörungen der Haltebänder
- Störungen der gelenkigen Wirbelverbindungen
- knöcherne Veränderungen, wie Knochenwulste, usw.

• Durch Mißbildung wie

- angeborene, z.B. Block- oder Keilwirbel
- Wachstumsstörungen, z.B. Skoliose oder Scheuermann

• Erkrankung durch Entzündung wie

- Rheuma, z.B. Bechterew Krankheit, Polymyalgia

Rheuma Informationen: Rheuma

- Infektionen, z.B. Spondylitis

• Durch Skeletterkrankungen wie

- Osteoporose oder Tumore an der Wirbelsäule sowie Verletzungen und Frakturen.

Osteoporose Informationen: Osteoporose


Die häufigste aller Ursachen ist jedoch die abnutzungsbedingte Verschleißerscheinung, begünstigt durch Fehlhaltungen. Diese betreffen hauptsächlich die kleinen Wirbelgelenke, die wegen Ihrer dachziegelartigen Anordnung auch Facettengelenke (Information: Facettengelenkarthrose) genannt werden. Auch kann die Bandscheibe von einem Verschleiß betroffen sein. Dies kann zu einer Bandscheibenvorwölbung oder gar zu einem Bandscheibenvorfall führen. Auch eine Erkrankung benachbarter Organe, in erster Linie die Nieren, kann eine Lumbalgie hervorrufen.

Welche Ursache im Einzelfall konkret vorliegt, wird man grundsätzlich im Rahmen einer Diagnostik geklärt. Der Nachweis für ein "Facettensyndrom" als Ursache (= Schmerzstörung im Bereich der kleinen Wirbelgelenke) als Schmerzursache, ist letztlich nur durch eine sog. probatorischen (zur Sicherung der Diagnose durchgeführten) Facetten-Betäubung möglich.


Therapie

Die Therapie einer Lumbalgie richtet sich zuerst nach Ursache (kausale Therapie), eine Schmerzlinderung kann parallel begleitend erfolgen (symptomatische Therapie). Wird z. B. die Lumbalgie durch Nierensteine verursacht, so steht an erster Stelle die Auflösung derselben. Ist die Ursache der Lumbalgie z. B. ein Facettensyndrom, sind Langzeiterfolge durch Thermokoagulation (Verkochung / Zerstörung mit Hochfrequenzstrom) der Facetten nicht gesichert.

Bleiben die Schmerzen bestehen oder nehmen sogar chronische Formen an (chronisch=länger als drei Monate) sind spätestens jetzt (ergänzend) gezielte schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt.

1. Möglichkeiten die Schmerzen symptomatisch (auch ambulant) zu behandeln:

- Medikamentöse Schmerztherapie.

Die Mittel erster Wahl sind peripher wirkende Analgetika (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken), spez. sog. nicht steroidale Antirheumatika (Rheumamittel), hierbei möglichst lang wirkende und magenschonende, z. B. Mobec®. Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkenden Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten.
Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch bei Coxalgie wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

- Physikalische Therapie (Krankengymnastik, T.E.N.S. …)
- Akupunktur
- Chirotherapie

2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Lumbalgie



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Rückenschmerzen   Rückenschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Rückenschmerzen:
Vertebragene Schmerzen, Kreuzschmerzen, Chronische Rückenschmerzen, Rückenleiden, Rückenbeschwerden, Kreuzbeschwerden, Kreuzweh, low back pain

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Verwandte Schmerz-Themen von Rückenschmerzen

Rückenschmerzen Top6 Krankheiten

Schmerz-Themen zu Rückenschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

EU-Verordnung für Medizinprodukte tritt in Kraft
(26.05.17) Die EU-Vordnung für Medizinprodukte tritt heute in Kraft. Für die "Benannten Stellen", die Produkte zertifizieren, und auch für Hersteller von Hochrisiko-Medizinprodukten sind nun stärkere Kontrollen vorgesehen. Mit dem Inkrafttreten der Verordnung beginnt eine dreijährige Übergangsfrist.
Artikel lesen...

Routinedaten fürs eigene QM nutzen
(19.05.17) Ob bei der Arzneitherapiesicherheit oder der Koordination der Versorgung: Ärzte, die wissen möchten, wo sie hier stehen, können sich im Projekt QuATRo einen Überblick über die Qualität ihrer eigenen Arbeit verschaffen. Bei einem Workshop in Berlin tauschten sich Ärzte und Netzmanager über ihre Erfahrungen mit dem Projekt aus.
Artikel lesen...

Rund 3.800 Medikamente ohne Zuzahlung
(16.05.17) Für knapp 3.800 Arzneimittel müssen gesetzlich Versicherte zurzeit keine Zuzahlung leisten. Der Beitrag zum rezeptpflichtigen Medikament kann entfallen, wenn der Preis mindestens 30 Prozent unter dem jeweiligen Festbetrag liegt, den die Kassen übernehmen. Die Liste enthält Generika ebenso wie patentgeschützte Wirkstoffe.
Artikel lesen...

Weiterführende Links



Anzeige