28. Februar 2015

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Brustbeinschmerzen

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Schmerz die vom Brustbein (Sternum) ausgehen, also Brustbeinschmerzen, können die verschiedensten Ursachen haben.

Die schmerztherapeutisch relevanteste Ursache ist das Tietze-Syndrom bzw. Morbus Tietze. Weitere Ursachen für Brustbeinschmerzen können Projektionen von inneren Organen, z.B. dem Herzen, Verletzungen und eine Costochondritis sein.



Ursachen von Brustbeinschmerzen

- Tietze-Syndrom (Chondropathia tuberosa)

Beim Tietze-Syndrom liegen Störungen der oberen Übergänge zwischen Brustbein und Rippen vor, welche durch nahe am Knorpelgelenk (Synchondrose) gelegene Überlastungs- und Ermüdungsbrüche hervorgerufen werden. Nicht selten tritt das Tietze-Syndrom auch nach einer operativen Eröffnung des Brustraums (Thorakotomie) auf. Typische Symptome sind einseitige Brustschmerzen, welche auch in den Arm ausstrahlen können. Hinzu kommen vegetative Begleiterscheinungen wie beschleunigter Puls und Hitzegefühl. Der Schmerzcharakter ist oft brennend oder glühend, ganz im Sinne einer Sympathalgie bzw. eines Quadrantensyndroms. Beim Quadrantensyndrom folgt die Schmerzausbreitung nicht der segmentalen Ordnung der Nerven, sondern mehr dem Verlauf der größeren Blutgefäße.


- Projektionen von inneren Organen

Brustschmerzen treten häufig als Projektionsschmerzen cardialer Erkrankungen, wie z.B. Angina pectoris oder Herzinfarkt, auf. Schmerzen die mehr hinter dem Brustbein empfunden werden können Anzeichen von Erkrankungen der Speiseröhre oder auch des Herzens sein. Ebenso können durch ein Magengeschwür verursachte Schmerzen hinter das Brustbein ausstrahlen.

- Prellungen, Verletzungen oder Thorakotomie

Brustbeinschmerzen können, z.B. nach Prellungen, Verletzungen oder einer Thorakotomie, auch vom Knochen selbst ausgehen. Die häufigste Ursache dieser Schmerzen ist eine so genannte unspezifische, aseptische Knochenhautentzündung (Periostitis).

- Costochondritis

Bei dieser Erkrankung liegt eine Entzündung des Knorpels der Übergänge zwischen Brustbein und Rippen vor. Die Costochondritis kommt eher selten vor und tritt meist im Rahmen von systemischen Erkrankungen, wie Morbus Reiter, auf. Fälschlicherweise bezeichnen manche Autoren das Tietze-Syndrom als Costochondritis.


Therapie bei Brustbeinschmerzen

Bei der Therapie von Brustbeinschmerzen kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Krankengymnastik,..


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Brustbeinschmerzen



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim und Schmerzklinik am Arkauwald.


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Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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