20. Mai 2013

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Bandscheibenvorfall

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Als Bandscheibe bezeichnet man die elastischen Scheiben zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule. Diese nehmen dort eine Art „Stoßdämpferfunktion“ ein.

Der sog. „Gallertkern“ der Bandscheibe enthält Wasser, wobei die Menge mit der Zeit abnimmt, Elastizität und Beweglichkeit werden dadurch beeinträchtigt. Wird dieser Faserring rissig, sodaß die Gallertmasse austritt, spricht man von einem Bandscheibenvorfall. Das Pendant zu einem Bandscheibenvorfall ist die Bandscheibenvorwölbung (Bandscheibenprotrusion), bei der, wie der Name bereits sagt, sich die Bandscheibe „nur“ nach außen wölbt, ohne dass die Gallertmasse austritt.

Am häufigsten ist die Lendenwirbelsäule von einem Bandscheibenvorfall betroffen, weil dieser Abschnitt der Wirbelsäule größten statischen Belastungen ausgesetzt ist. Die meisten Patienten sind zwischen 30 und 50 Jahre alt.

Je nach Ausmaß des Bandscheibenvorfalls kommt es neben (starken) Schmerzen zu Reflexausfällen oder gar Lähmungen (Paresen), und zwar dann, wenn die zugehörige Nervenwurzel(n) aus dem Rückenmark der Wirbelsäule durch den Vorfall beeinträchtigt werden. Deshalb gilt in solchen Fällen grundsätzlich: Sofort einen Arzt aufsuchen! In wieweit dann Rückenmark oder Nervenwurzeln tatsächlich betroffen sind kann heute zuverlässig mittels Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) geklärt werden.

Bei der Therapie eines Bandscheibenvorfalls besteht die Problematik generell darin, dass der Abnutzungsprozess ja weiterhin besteht und auch Operationen nicht die eigentliche Schmerzursache bekämpfen. Gerade bei Operationen besteht sogar die Gefahr, daß der Prozeß der Bandscheibendegeneration sogar noch beschleunigt wird, denn mit jeder OP wird die Gefahr einer Instabilität und zusätzlichen, sog. iatrogenen (durch die Operation verursachten) Gewebsschädigungen größer. Aus diesem Grund sind chronische Schmerzen oft die Folge (z. B. Postnukleotomie-Syndrom, Postdiskotomie-Syndrom, …), und diese sollten so früh als möglich mit Methoden der „speziellen Schmerztherapie“ angegangen werden.


1. Allgemeine Therapieansätze:

a) Medikamentöse Schmerztherapie

b) Bandscheibenoperation
(z. B. Laminektomie, Nukleotomie, Diskotomie, oder Diskektomie)

c) Physikalische Therapie - z. B. T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..

d) Andere Therapiemaßnahmen: Der Vollständigkeit halber darf gerade bei bandscheibenbedingten Rückenschmerzen die Akupunktur nicht unerwähnt bleiben. Wichtig sind hier auch individuelle Instruktionen zur richtigen Haltung und Vermeidung von übermäßigen Wirbelsäulenbelastungen (funktionelle Ergotherapie bzw. Rückenschule).

Für Details zu möglichen medikamentösen Therapien wenden Sie sich bitte an den kostenlosen Beratungsservice von doctorhelp.de.


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Bandscheibenvorfall



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim und Schmerzklinik am Arkauwald.


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Verwandte Suchbegriffe zu Rückenschmerzen:
Vertebragene Schmerzen, Kreuzschmerzen, Chronische Rückenschmerzen, Rückenleiden, Rückenbeschwerden, Kreuzbeschwerden, Kreuzweh, low back pain

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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