da auf Dauer nur eine kräftige bzw. suffiziente Rückenmuskulatur eine statische und dynamische Schwäche des Achsenorgans effektiv kompensieren kann. Aus diesem Grund erfolgt die heilgymnastische Therapie in einer Schmerzklinik in sehr enger Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.
Die Akupunktur sollte an dieser Stelle nochmals erwähnt werden. Die Kombination verschiedener Akupunkturpunkte hat immer wieder gezeigt daß damit die multimodale Therapie vertebragener Schmerzen ergänzend sehr gut unterstützt kann. Ansonsten sind parallel individuelle Instruktionen zur richtigen Haltung und Vermeidung von zu starken Belastungen der Wirbelsäulen sehr wichtig (s. a. funktionelle Ergotherapie bzw. Rückenschule). Darüber hinaus sollten gezielte Eigenübungen zur Lockerung der Muskulatur erlernt werden.
- Psychologische Therapien
Die psychologische Betreuung hat im Rahmen der multimodalen Schmerztherapie einen besonderen Stellenwert, zwischenzeitlich wird ja auch eine Weiterbildung zur psychologischen Schmerztherapie angeboten. Je nach Krankheitsbild, so auch bei Rückenschmerzen, werden spezielle Konzepte verfolgt, so z. B. sog. hypnoide (bewußtseinsverändernde) Verfahren, wie das autogene Training oder die progressive Relaxation nach Jakobson. Hilfreich ist auch Biofeedback (Registrierung und Rückmeldung bioelektrischer Signale), dieses Verfahren kann dazu beitragen, mit stress- und damit schmerzauslösenden Situationen besser umgehen zu können.
Bei längerfristig bestehenden, chronischen Rückenschmerzen liegt in aller Regel bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vor. In diesen Fällen ist eine rein somatische (körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim und Schmerzklinik am Arkauwald.
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