Therapie - Behandlung
kontinuierliche Blockaden mit Hilfe eines eingepflanzten, dünnen Kunststoffschlauches (Katheter) durchgeführt werden.
Infiltrative Lokalanästhesie:
Diese einfache Therapie besteht in der lokalen Infiltration der (meist) verspannten, an die Wirbelsäule angrenzenden Muskulatur. Je nach Ausdehnung sind ca. 5-10 ml Bupivacain 0,25% bis 0,5% ausreichend. Eine weitere Möglichkeit ist die Infiltration von Triggerpunkten (kleine Reizzonen hauptsächlich in der Muskulatur); diese müssen vorher aber genau identifiziert werden.
Werden vertebragene Schmerzen von abgenutzten, entzündlichen oder irritierten Intervertebralgelenken (kleine Gelenke zwischen den einzelnen Wirbeln) verursacht, so ist die Infiltrationen dieser kleinen Gelenke erfolgversprechend. Der Zusatz von Kortison kann dabei den Heilungsprozeß beschleunigen.
Die infiltrative Lokalanästhesie kann auch wichtige Erkenntnisse liefern. Das "Facettensyndrom" (Schmerzstörung im Bereich der kleinen Wirbelgelenke) als Schmerzursache, lässt sich zum Beispiel nur durch den Erfolg einer probatorischen (zur Sicherung der Diagnose durchgeführten) Facetten-Betäubung nachweisen.
Noch eine Anmerkung in diesem Zusammenhang: Langzeiterfolge durch eine sog. Thermokoagulation (Verkochung / Zerstörung mit Hochfrequenzstrom) der Facetten sind bei Rückenschmerzen nicht bewiesen, daher kann diese Therapie nicht empfohlen werden.
Periphere temporäre (oberflächliche, zeitlich begrenzte) Nervenblockaden:
Zur Ausschaltung sog. segmentaler Reflexkreise, ebenso auch zur Therapie von Schmerzausstrahlungen eignen sich bei Rückenschmerzen Blockaden (Betäubungen) der korrespondierenden Nervenwurzeln. Im Lendenbereich kann dieses auch kontinuierlich mit Katheter* geschehen.
Schmerzausstrahlungen in Schulter oder Arme, wie sie typischerweise beim mittleren bzw. unteren Zervikalsyndrom auftauchen, sprechen immer wieder gut auf die wiederholte „hohe Blockade des Plexus brachialis nach Winnie“ (Betäubung des Armnervengeflechts im seitlichen Halsbereich) an. Technisch risikoärmer und oft noch besser wirksam ist die kontinuierliche, retrograd hohe Plexus brachialis-Blockade mit Katheter*, der an der Oberarminnenseite eingepflanzt wird. Die kontinuierliche, interskalenäre Blockade ist mit einem höheren Risiko behaftet.
Periphere (oberflächliche) Schmerzprojektionen entlang der Interkostalnerven (Zwischenrippennerven) bei einem Syndrom der Brustwirbelsäule können gut durch
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