Die Wirbelsäule - als einmaliges statisches Achsenorgan - ist in ihrer Funktion großen Belastungen ausgesetzt.
Verschleißerscheinungen, die über die physiologische Degeneration (= normale Abnützung) hinausgehen, treten relativ häufig auf und verursachen oft entsprechende Beschwerden. Zu bedenken ist jedoch, daß selbst höhergradige Verschleißprozesse nicht ausnahmslos mit Rückenschmerzen einhergehen müssen. Auch gibt es keinen zwingenden statistischen Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der abnutzungsbedingten Veränderungen und der empfundenen Schmerzintensität.
Das Vorhandensein solcher abnutzungsbedingter Veränderungen (die ja theoretisch die unangenehmen Beschwerden verursachen können) sollte deshalb auf keinen Fall dazu verleiten, eine weitergehende Diagnostik (= Maßnahmen zur Erkennung eines Krankheitsgeschehens)aufzuschieben oder gar zu unterlassen.
Rückenschmerzen können auf die geschädigte Region (geschädigtes Bewegungssegment) beschränkt bleiben. Sie können aber auch begleitend oder stattdessen in das sog. „Versorgungsgebiet“ eines irritierten bzw. geschädigten Nervs ausstrahlen (pseudoradikuläre Syndrome oder radikuläre Syndrome). Diffuse, in die Peripherie (= in den äußeren Körperbereich) ausstrahlende Schmerzen ohne faßbare Nervenstörung, die von Symptomen begleitet werden welche dem vegetativen, unwillkürlichen Nervensystem zuzuordnen sind (z.B. örtlich vermehrte Schweißbildung), sprechen für einesog. „Funktionsstörung des Grenzstranges“ ( = vegetative Nervenstrukturen auf beiden Seiten der Wirbelsäule) (s. auch Fachliteratur: „Syndrom des sympathischen Grenzstranges“, Thoden 1989).
Rückenschmerzen, die von der Wirbelsäule ausgehen, können in 3 Kategorien unterteilt werden, entsprechend des betroffenen Wirbelsäulenabschnitts. Man unterteilt in:
- Halswirbelsäulensyndrom (Info:
HWS-Syndrom)- Brustwirbelsäulensyndrom (Info:
BWS-Syndrom)- Lendenwirbelsäulensyndrom (Info:
LWS-Syndrom)...
Seitennavigation: | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 weiter


