24. Juni 2018

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Rückenschmerzen - Krankheit und Schmerz
Symptome & Arten

erläuterte Abnutzungsprozesses macht deutlich, daß mit einer Operation die eigentliche Schmerzursache ja nicht behoben wird. Es besteht sogar die Gefahr, daß der degenerative Prozeß sich noch beschleunigt. Mit jeder OP steigt die Tendenz zur Instabilität, zudem kommt es automatisch zu zusätzlichen iatrogenen (durch die Operation verursachten) Gewebsschädigungen.
Nicht selten muß nach diversen Bandscheibenoperationen wegen Instabilität der Wirbelgelenke eine Spondylodese (operative Wirbelsäulenversteifung) durchgeführt werden. Leider ist auch mit dieser Maßnahme eine Schmerzlinderung nicht garantiert. Von daher ist zu begrüßen, daß Bandscheibenoperationen in den letzten Jahren immer mehr eingeschränkt worden sind.

Beim sog. Cauda-Syndrom (Rückenmarkschädigung mit Lähmung der Beine), genauso wie bei motorischen Defiziten (Beeinträchtigungen der Muskelfunktion), die unter konservativer Therapie (Behandlung ohne Operation) nicht in den Griff zu kriegen sind oder sogar zunehmen, muß aus Gründen der Entlastung allerdings eine Operation erfolgen.
Punktuelle oder segmentale Rückenschmerzen (mit oder ohne Schmerzausstrahlungen) können auch von den Muskeln neben der Wirbelsäule selbst und/ oder den zugehörigen Sehnen ausgelöst werden (myofasziales Schmerzsyndrom). Durch den segmentalen Reflexbogen kann auch die andere Seite der Wirbelsäule mit einbezogen werden und folglich schmerzen, d. h. das Bild eines vertebragenen (von der Wirbelsäule ausgehenden) Rückenschmerzes wird hier lediglich vorgetäuscht.

Vertebragene Schmerzen gehen auch oft von den Iliosakralgelenken (gelenkartige Verbindung zwischen Darm- und Kreuzbein) aus (die sog. Iliosakralgie). Meist liegen hier funktionelle Störungen vor, die Betroffenen klagen über Schmerzen im lumbosakralen Übergangsbereich (unterer Lendenwirbelsäulen- und oberer Kreuzbeinbereich), besonders bei Rumpfbeugung, verbunden mit Drehung. Typisch sind hier auch Schmerzen im Bereich der Spina iliaca posterior superior (hinterer oberer Darmbeinstachel) mit unspezifischen Ausstrahlungen in Beine, Gesäß, hinterer und den seitlicher Oberschenkel bis zur Wade und evtl. bis in die Ferse. Neurologische Ausfälle (Nervenstörungen) bestehen dabei nicht. Häufiger wird aber die falsche Diagnose „Lumboischialgie“ gestellt.

Auch das sog. Beckenringsyndrom kann mit Rückenschmerzen einhergehen. Dieses Syndrom definiert schmerzhafte Störungen im Bereich des


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Verwandte Suchbegriffe zu Rückenschmerzen:
Vertebragene Schmerzen, Kreuzschmerzen, Chronische Rückenschmerzen, Rückenleiden, Rückenbeschwerden, Kreuzbeschwerden, Kreuzweh, low back pain

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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