Symptome & Arten
Prozesses kann in den Bewegungssegmenten Schmerzen verursachen, welche auch in Zusammenhang mit pseudoradikulären oder gar radikulären Symptomatiken auftreten können. Verschleißprozesse, die über die „normale“, d. h. altersbedingte Abnutzung hinausgehen, können auch zu einer Verengung des sog. „Spinalkanals“ (man spricht dann von einer Spinalkanalstenose) führen, was wiederum vertebragene Schmerzen auslösen kann. Bei stärkeren Ausmaßen können weitere Beschwerden hinzukommen wie radikuläre oder pseudoradikuläre Ausstrahlungen in die Beine oder zum Beispiel eine Claudicatio spinalis (Funktionsbeeinträchtigung der Beine verursacht durch eine Durchblutungsstörung im Rückenmark).
Die kleinen Wirbelgelenke werden wegen ihrer dachziegelartigen Anordnung auch Facettengelenke genannt. Diese Gelenke können auch unabhängig von bandscheibenbedingten Prozessen arthrotische Veränderungen erfahren, was wiederum Schmerzen nach sich ziehen kann. Im Bereich der Foramina intervertebralia (Zwischenwirbellöcher) können ebenfalls Störungen auftreten: Sie schädigen oder stören die zugehörigen Nervenwurzeln, Rückenschmerzen sind dann oft die Folge. Ein Bandscheibenvorfall erfolgt meist dorsolateral (seitlich und nach hinten). Schon bei geringem Ausmaß kann er das Bewegungssegment blockieren. Unabhängig davon kann in der dorsolateralen Region die Nervenwurzel auch direkt gereizt bzw. eingeklemmt werden, was wiederum ausstrahlende Krankheitszeichen in Form von Rückenschmerzen bewirken kann.
90% aller Bandscheibenvorfälle finden im LWS-Bereich statt, genauer gesagt in den Etagen L4/L5 und L5/S1 (s. Fachliteratur Sehhati-Chafei 1988). Deshalb wird häufig auch die Diagnose "Lumboischialgie" gestellt, da die oberen Anteile des Nervs „Plexus ischiadicus“ (Nervengeflecht aus dem der Ischiasnerv entstammt) bzw. des „Plexus sacralis“ (Nervengeflecht im Bereich des Kreuzbeins) den Nervenwurzeln L4 und L5 entstammen. Akut, sprich plötzlich einsetzende, heftige Rückenschmerzen im Rahmen eines LWS-Syndroms sind häufig auf eine Bandscheibenproblematik zurückzuführen. Sie können aber auch durch eine akute Segmentblockierung (hauptsächlich der kleinen Wirbelgelenke) ausgelöst werden.
Rückenschmerzen nach Bandscheibenoperationen können sehr problematisch sein bzw. werden. Erfahrungsgemäß nimmt die Schmerzproblematik sogar mit jeder weiteren Operation noch zu. Eine adäquate Behandlung kann hier nur durch absolut erfahrene Spezialisten erfolgen. Der oben
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