Nervenschmerzen stellen eine besondere Schmerzart dar.
Man bezeichnet sie häufig auch als neuropathische Schmerzen. Das ungewöhnliche an Ihnen ist, dass sie nicht da entstehen, wo sie empfunden werden. Das schmerzleitende System - der Nerv – ist hierbei selbst gestört bzw. geschädigt. Der Nerv schmerzt sozusagen selbst. Die Schmerzen werden aber in seinem Versorgungsgebiet empfunden.
Nervenschmerzen können verschiedene Ursachen haben, z. B. als Folge von Verletzungen, Störungen des Rückenmarks, Amputationen oder anderen Erkrankungen wie z. B. die diabetische Polyneuropathie.
Die Problematik bei der Therapie dieser Schmerzform liegt darin, dass allgemeine Maßnahmen in der Regel sehr wenig Wirkung zeigen. Auch die meisten Analgetika (Schmerzmittel) zeigen bei dieser Gruppe eine ungenügende Wirkung.
Aus diesem Grunde sollte man sich bei Nervenschmerzen grundsätzlich an einen erfahrenen Schmerztherapeuten wenden. Als führende Therapie bei Nervenschmerzen gilt heute die sog. „kontinuierliche Nervenblockade mit Katheter“, eine minimal-invasive Behandlungsmethode. Diese Therapie bedarf allerdings eines mehrwöchigen, stationären Aufenthalts in einer erfahrenen Fachklinik für Schmerztherapie.

