21. Oktober 2019

Top6 Themen: Neuropathie - Nervenschmerzen

Neuropathie

Neuropathie Nervenschmerzen Themen und Krankheit
Die Neuropathie bezeichnet einen Schmerz, welcher auf eine Nervenschädigung zurückzuführen ist.

Es werden im Allgemeinen verschiedene Formen der Neuropathie unterschieden, welche da wären:


- degenerative Neuropathie
- metabolische Neuropathie
- infektiöse Neuropathie
- toxische/alkoholische Neuropathie


Ursachen: Neuropathie

- degenerative Neuropathie

Zu dieser Zählen unter anderem Erbkrankheiten, im weitesten Sinne aber auch beispielsweise die Alzheimer Erkrankung.

- metabolische Neuropathie

Diese entsteht bei Diabetes mellitus durch die Bildung von Keton-Körpern, welche für die Nerven ein Gift darstellen. So kann eine metabolische Neuropathie entstehen, welche letztlich auch als toxische Neuropathie bezeichnet werden.

- infektiöse Neuropathie

Ursachen für eine infektiöse Neuropathie können z.B. durch einen Zeckenbiss (Lyme-Borreliose, Ehrlichiose) oder durch eine Infektion mit Herpes-Zoster-Viren (postzosterische Neuralgie) sein.

- ischämische Neuropathie

eine ischämische Neuropathie kann z.B. als Komplikation bei einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK). Häufig tritt die ischämische Neuropathie auch zusammen mit einer diabetischen Neuropathie auf.


Symptome: Neuropathie

Häufig klagen Patienten mit einer Neuropathie über folgende Symptome:

- brennende Dauerschmerzen im Bereich des betroffenen Nervs
- Parästhesien (Fehlempfindungen)
- Hyperästhesien und Hyperpathien (gesteigerte Berührungsempfindlichkeit)
- Allodynie (Berührungsschmerz)
- Druckschmerzen im Bereich von Nerven und Muskeln
- motorische Reizerscheinungen (Crampi)
- socken- bzw. handschuhförmige Sensibilitätsstörungen


Therapie: Neuropathie

Bei der Therapie einer Neuropathie kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) (Medikamentöse) Behandlung mit:

- Thioctsäure
- neurotrope Vitamine
- Serotonin-Noradrenalin
- Wiederaufnahmehemmer

b) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Ein Ansatz ist auch das Antidepressivum Duloxetin (Cymbalta®), mit seiner schmerzdistanzierenden Wirkung. Am besten wirken hier sog. Antikonvulsiva, z. B. Gabapentin (Neurontin®), Pregabalin (Lyrica®) oder Carbamazepin (z.B. Tegretal®). Hin und wieder ergibt sich ein schmerzlindernder Effekt bei der Gabe eines Gemisches aus Uridin- und Dinatriumsalzen (Keltican®). Eine Kombination aus Metamizol (z. B. Novalgin®) und Chinin kann auch schmerzlindernd sein.

c) Akupunktur

d) Physikalische Therapie - z. B.:
T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..

2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Neuropathie



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Nervenschmerzen:
Neuropathische Schmerzen, Nerveneigenschmerzen, neuropathisches Schmerzsyndrom

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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