24. Februar 2020

Nervenschmerzen Schmerz-Themen aktuell

Nervenschmerzen

Nervenschmerzen Krankheit und Schmerz
Therapie - Behandlung

Es gibt zwei Wege Nervenschmerzen zu behandeln:

1.) Allgemeine Therapien

2.) Weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik


Die Problematik bei der Therapie von Nervenschmerzen liegt darin, dass die allgemeinen Therapien der Regel sehr wenig Wirkung zeigen. Deshalb ist es hier sehr ratsam sich umgehend mit einer erfahren Schmerzklinik in Verbindung zu setzen.


1.) Allgemeine Therapien

Die Problematik bei der Therapie von Nervenschmerzen beginnt im ersten Schritt bereits damit, dass es größtenteils fast keine zufrieden stellenden, allgemeinen Therapiemöglichkeiten gibt. Bei einigen Formen kann eine medikamentöse Therapie versucht werden. Die Wahl des Medikaments richtet sich nach der Art des Nervenschmerzes bzw. nach dessen Ursache.

a) Bei Nervenschmerzen aufgrund einer mechanischen Schädigung (Kausalgie/ CRPS II) ist eine rein medikamentöse Therapie meistens nicht ausreichend.

b) Durch metabolische (stoffwechselbedingte) Störungen oder Schädigungen verursachte Nervenschmerzen: Die Behandlung dieser Nervenschmerzen richtet sich zunächst nach der Ursache (kausale Therapie): Bei einer Diabetes mellitus-bedingten Polyneuropathie sollte die Zuckereinstellung optimiert werden, bei einer toxischen Polyneuropathie sollte man auf „Nervengifte“ wie z. B. Alkohol entsprechend verzichten.
Ansonsten gibt es eine Option, die diabetischen Nervenschmerzen symptomatisch (auf die Krankheitszeichen ausgerichtet) zu therapieren. Thioctsäure (alpha-Liponsäure) kann durch Reaktivierung des Multienzymkomplexes möglicherweise eine Bindung der diabetischen Ketone bewirken.
Neurotrope Vitamine („Nervenvitamine“) werden bei der Polyneuropathie gerne verabreicht – leider führt diese Maßnahme meistens zu keiner Besserung. Am besten wirken gegen diese Nervenschmerzen Antiepileptika (eigentlich ein Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei einem Nervenschmerz hilfreich). Die erste Wahl ist hier Gabapentin (z. B. Neurontin®) oder Pregabalin (Lyrica®), die 2. Wahl Carbamazepin (z. B. Tegretal®).
Reguläre Schmerzmittel helfen in der Regel kaum, am ehesten zeigen zentral wirksame Analgetika eine Wirkung. Eine Kombination aus Metamizol (z. B. Novalgin®) und Chinin kann auch schmerzlindernd sein, ebenso kann ein Gemisch aus Uridin- und Dinatriumsalze (Keltican®) versucht werden.

c) Die Behandlung von Nervenschmerzen infolge einer


Seitennavigation: | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 weiter

Verwandte Suchbegriffe zu Nervenschmerzen:
Neuropathische Schmerzen, Nerveneigenschmerzen, neuropathisches Schmerzsyndrom

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Informationen und Themen zu Nervenschmerzen

Informationen zu dem Schmerz-Thema Nervenschmerzen

Verwandte Schmerz-Themen von Nervenschmerzen

Nervenschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten von Nervenschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Digitaler Helfer gegen Ängste gleicht Therapielücke aus
(21.02.20) Wer an einer Angststörung leidet, sollte sich so schnell wie möglich psychotherapeutische Hilfe suchen. Mit einem Online-Coaching können Versicherte der AOK Niedersachsen die Wartezeit auf einen Therapieplatz überbrücken. Das digitale Angebot "Selfapy" ist eines von über 100 Projekten, die die AOK im Rahmen ihres Programms "Stadt. Land. Gesund" unterstützt.
Artikel lesen...

Blickpunkt Klinik: Was Zentren können müssen
(19.02.20) Wo Zentrum dran steht, soll künftig auch ein Zentrum drin sein. Um das zu gewährleisten, hat der Gemeinsame Bundesausschuss detaillierte Anforderungen für Einrichtungen der Spitzenmedizin beschlossen, die entsprechende Zuschläge erhalten wollen.
Artikel lesen...

10. Februar: Tag der Kinderhospizarbeit
(10.02.20) Mit dem "Tag der Kinderhospizarbeit" will der Deutsche Kinderhospizverein das Thema Sterben und Tod aus dem Tabubereich holen. Seit 2006 wird damit jedes Jahr auf die Situation betroffener Kinder und deren Eltern aufmerksam gemacht. In Deutschland leben laut dem Deutschen Kinderhospizverein mehr als 22.000 Kinder und Jugendliche mit einer Erkrankung, an der sie frühzeitig sterben werden.
Artikel lesen...

Weiterführende Links