10. Dezember 2019

Nervenschmerzen Schmerz-Themen aktuell

Nervenschmerzen

Nervenschmerzen Krankheit und Schmerz
Therapie - Behandlung

weiterführenden Therapie werden in einer Schmerzklinik Verfahren der sog. „speziellen Schmerztherapie“ eingesetzt. Dabei gilt generell das Motto: Je früher desto besser.

Als führende Therapieform, gerade speziell bei Nervenschmerzen, gilt heute die sog. „kontinuierliche Blockade mit Katheter*“, eine minimal-invasive und nebenwirkungsarme Betäubung schmerzleitender Nerven. Dabei kann diese Methodik in einer Schmerzklinik durch Kombination mit anderen Verfahren der speziellen Schmerztherapie noch verfeinert werden. Dieses Behandlungskonzept bezeichnet man heute als multimodal, d. h., daß verschiedene Therapien aufeinander abgestimmt werden um so das Problem der Krankheit ganz individuell und gezielt anzugehen. Dieser Kombinationsansatz ist z. B. bei der Behandlung einer postzosterischen Neuralgie sehr wichtig. Eine multimodale Schmerztherapie hat immer das Ziel, Schmerz- bzw. Beschwerdefreiheit oder zumindest eine anhaltende, deutliche Schmerzlinderung zu erzielen, möglichst ohne weitere Schmerzmitteleinnahme.

Die weiter unten aufgeführten multimodalen Methoden, spez. die therapeutische Lokalanästhesie, setzen eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in spezialisierten Einrichtungen angeboten werden können. Die Methoden sind am effektivsten wenn sie mehrmals täglich angewendet werden, die „kontinuierliche Blockade mit Katheter*“ sollte grundsätzlich nur in Rahmen eines stationären, mehrwöchigen Aufenthalts erfolgen.

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Die Methoden einer Schmerzklinik im Einzelnen sind:

a) Therapeutische Lokalanästhesie/ kontinuierliche Blockade mit Katheter*

Bei der therapeutischen Lokalanästhesie werden (möglichst lang wirkende) örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) (z.B. Bupivacain) an bestimmten Stellen in den Körper eingebracht. Für die Injektionen werden sehr feine Nadeln verwendet, was von der Empfindung her dem Setzen von Akupunkturnadeln ähnelt. Die Betäubungsmittel werden entweder in die schmerzende Stelle (Infiltration) oder direkt an den schmerzleitenden Nerv gespritzt (Nervenblockade). Als nächst höhere Therapiestufe können kontinuierliche Blockaden mit Hilfe eines eingepflanzten, dünnen Kunststoffschlauches (Katheter) durchgeführt werden. Gerade diese „kontinuierliche Blockade mit Katheter*“ kann bei Nervenschmerzen zum Teil erstaunliche Erfolge aufweisen.

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Verwandte Suchbegriffe zu Nervenschmerzen:
Neuropathische Schmerzen, Nerveneigenschmerzen, neuropathisches Schmerzsyndrom

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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