24. Mai 2019

Nervenschmerzen Schmerz-Themen aktuell

Nervenschmerzen

Nervenschmerzen Krankheit und Schmerz
Therapie - Behandlung

Es gibt zwei Wege Nervenschmerzen zu behandeln:

1.) Allgemeine Therapien

2.) Weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik


Die Problematik bei der Therapie von Nervenschmerzen liegt darin, dass die allgemeinen Therapien der Regel sehr wenig Wirkung zeigen. Deshalb ist es hier sehr ratsam sich umgehend mit einer erfahren Schmerzklinik in Verbindung zu setzen.


1.) Allgemeine Therapien

Die Problematik bei der Therapie von Nervenschmerzen beginnt im ersten Schritt bereits damit, dass es größtenteils fast keine zufrieden stellenden, allgemeinen Therapiemöglichkeiten gibt. Bei einigen Formen kann eine medikamentöse Therapie versucht werden. Die Wahl des Medikaments richtet sich nach der Art des Nervenschmerzes bzw. nach dessen Ursache.

a) Bei Nervenschmerzen aufgrund einer mechanischen Schädigung (Kausalgie/ CRPS II) ist eine rein medikamentöse Therapie meistens nicht ausreichend.

b) Durch metabolische (stoffwechselbedingte) Störungen oder Schädigungen verursachte Nervenschmerzen: Die Behandlung dieser Nervenschmerzen richtet sich zunächst nach der Ursache (kausale Therapie): Bei einer Diabetes mellitus-bedingten Polyneuropathie sollte die Zuckereinstellung optimiert werden, bei einer toxischen Polyneuropathie sollte man auf „Nervengifte“ wie z. B. Alkohol entsprechend verzichten.
Ansonsten gibt es eine Option, die diabetischen Nervenschmerzen symptomatisch (auf die Krankheitszeichen ausgerichtet) zu therapieren. Thioctsäure (alpha-Liponsäure) kann durch Reaktivierung des Multienzymkomplexes möglicherweise eine Bindung der diabetischen Ketone bewirken.
Neurotrope Vitamine („Nervenvitamine“) werden bei der Polyneuropathie gerne verabreicht – leider führt diese Maßnahme meistens zu keiner Besserung. Am besten wirken gegen diese Nervenschmerzen Antiepileptika (eigentlich ein Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei einem Nervenschmerz hilfreich). Die erste Wahl ist hier Gabapentin (z. B. Neurontin®) oder Pregabalin (Lyrica®), die 2. Wahl Carbamazepin (z. B. Tegretal®).
Reguläre Schmerzmittel helfen in der Regel kaum, am ehesten zeigen zentral wirksame Analgetika eine Wirkung. Eine Kombination aus Metamizol (z. B. Novalgin®) und Chinin kann auch schmerzlindernd sein, ebenso kann ein Gemisch aus Uridin- und Dinatriumsalze (Keltican®) versucht werden.

c) Die Behandlung von Nervenschmerzen infolge einer


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Verwandte Suchbegriffe zu Nervenschmerzen:
Neuropathische Schmerzen, Nerveneigenschmerzen, neuropathisches Schmerzsyndrom

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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