8. Juli 2020

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Nervenschmerzen Schmerz-Themen aktuell

Nervenschmerzen

Nervenschmerzen Krankheit und Schmerz
Symptome

wie rote Flecken, Papeln und Pusteln. Diese sog. Effloreszenzen heilen normalerweise binnen zwei bis vier Wochen wieder ab und die Schmerzen verschwinden. Wenn allerdings diese Nervenschmerzen die eigentliche Krankheit um mehr als vier bis sechs Wochen überdauern, dann ist daraus die postzosterische Neuralgie entstanden. Diese Nervenschmerzen werden von den Patienten uneinheitlich beschrieben: Das Spektrum reicht von anhaltend, tief drückend über brennend hin zu blitzartig einschießend stechend. Eine Allodynie kann ebenfalls vorliegen.

4. Eine Nervendurchtrennung, z. B. im Rahmen einer Amputation, kann zu Phantomschmerzen (Schmerzempfindung in einem Körperteil, der gar nicht mehr vorhanden ist) bzw. Deafferenzierungsschmerzen (Schmerzempfindung in einem Körperteil, der zwar vorhanden aber nicht mehr innerviert ist) führen.

Die Phantomschmerzen treten normalerweise unmittelbar nach der Amputation auf, es gibt aber auch Fälle, in denen erste viele Jahre vergehen. Das Schmerzbild ist nicht einheitlich, Beschreibungen wie brennend, schneidend oder eingeklemmt tauchen häufig auf. Meistens wird ein attackenförmiger Schmerzverlauf angegeben, wobei die einzelnen Attacken wenige Minuten bis hin zu einigen Tagen dauern können. Fast alle Patienten berichten hier allerdings von einer sog. „klimatischen Schmerzmodulation“ (Änderung des Schmerzzustandes in Abhängigkeit vom Wetter). Evtl. durch die Amputation bedingten, unphysiologischen (unnatürliche) Dauerbelastungen können später auch zu weiteren, behandlungsbedürftigen Beschwerden an kontralateralen (gegenüberliegenden) Gelenken und an der Wirbelsäule führen.

5. Zentrale (das Rückenmark / Gehirn betreffende) Störungen oder Schädigungen:

50% aller Patienten, die an einer verletzungsbedingten Querschnittslähmung leiden, klagen über störende Mißempfindungen unterhalb der Verletzungsstelle, aber auch von der Verletzungsstelle selbst können direkte Schmerzen ausgehen. 27% leiden an Nervenschmerzen, hauptsächlich im Bereich der Beine. Krampfartige, viszerale (die Eingeweide betreffende) Nervenschmerzen im Bauchraum sind ebenfalls möglich. Auch vom Verletzungssegment selbst kann ein Nervenschmerz ausgehen, der oft auf eine Instabilität zurückzuführen ist. Schmerzen nach einem kompletten Querschnitt der Wirbelsäule werden auch als „Deafferenzierungsschmerz“ bezeichnet.

Beim Thalamusschmerz handelt es sich


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Verwandte Suchbegriffe zu Nervenschmerzen:
Neuropathische Schmerzen, Nerveneigenschmerzen, neuropathisches Schmerzsyndrom

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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