Nervenschmerzen - Was ist das?
Die ursächliche Affektion (Störung, Erkrankung) liegt bei einem Nervenschmerz zentralwärts vor, d. h. in Richtung Rückenmark bzw. Gehirn. Die Schmerzen selbst treten aber in dem Körperbereich auf, der von den gestörten bzw. geschädigten Nervenstrukturen sensibel (die Empfindung, auch die Schmerzempfindung betreffend) versorgt wird.
Nervenschmerzen treten im Vergleich zu „normalen“ Schmerzen verhältnismäßig selten auf. Als „normaler“ Schmerz ist hier der sog. Nozizeptorschmerz gemeint, bei dem die Schmerzreize mit Hilfe eines Rezeptors über das Nervensystem zum Gehirn weitergeleitet werden, wo sie dann als solche, sprich als Schmerz, wahrgenommen werden. Nervenschmerzen werden dagegen ohne die Hilfe von Rezeptoren übertragen. Ein Rezeptor ist eine Art „Empfangseinrichtung“ einer Zelle, eines Organs oder eines Systems. Er wird je nach der Art des zu registrierenden Reizes z. B. als Chemo-, Thermo-, Baro- (den Blutdruck betreffender), akustischer oder taktiler (den Tastsinn betreffender) Rezeptor bezeichnet. Verbrennt man sich beispielsweise die Hand, werden Schmerzsignale mit Hilfe von Termo-Rezeptoren über das Nervensystem von den Hand an das Gehirn übertragen – und man fühlt den Brennschmerz an der Hand.
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