17. Februar 2019

Morbus Sudeck Schmerz-Themen aktuell

Morbus Sudeck

Morbus Sudeck Krankheit und Schmerz
Therapie / Behandlung

Ein Morbus Sudeck bzw. eine CRPS I ist eine ernstzunehmende und z. T. sehr schwerwiegende Schmerzkrankheit. Gerade bei dieser Krankheit gilt deshalb für die Therapie: Je früher desto besser.

Dabei gibt es grundsätzlich zwei Ansätze:

1.) Allgemeine Therapien (zu Beginn)

2.) Weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik

Allgemeine Therapien können zu Beginn bzw. bei einem „leichten“ Morbus Sudeck versucht werden. Es sei aber an dieser Stelle klipp und klar gesagt dass sie in der Regel bei weitem nicht ausreichen.

Aufgrund des Schweregrades dieser Schmerzkrankheit kann ein Morbus Sudeck anfänglich optimal nur von einem erfahrenen Facharzt mit der Zusatzbezeichnung "Spezielle Schmerztherapie" behandelt werden. Bei einem voll ausgeprägten Krankheitsbild ist dann allerdings der verantwortungsbewusste, behandelnde Arzt - allein schon wegen der Gefahr einer bleibenden Invalidität - grundsätzlich aufgerufen seinen Patienten so schnell wie möglich in eine schmerztherapeutischen Fachklinik zu überweisen, und zwar in eine die sog. "kontinuierliche Nervenblockaden mit Katheter“ anbietet. Die Zeit bis zur stationären Aufnahme und als Vorbereitung auf diese können am besten sog. „Sympathikusblockaden“ mittels sog. „therapeutischer Lokalanästhesie“ von einem erfahren Schmerztherapeuten verabreicht werden.


1.) Allgemeine Therapien

a) Systemisch (= den Gesamtorganismus betreffende) medikamentöse Behandlung: Im akuten Stadium kann Kortison (z.B. Metylprednisolon über 4-5 Tage 80 mg, dann über 2 Wochen wieder ausschleichen) hilfreich sein, eine „echte Entzündung“ muß aber zuvor ausgeschlossen werden. Trizyklische Antidepressiva (= Mittel gegen die Depression, u.a. aber auch bei Schmerzen hilfreich). Diese Medikation wirkt hier gegen die Schmerzen, und ist keine psychische Behandlung. Empfohlene Mittel sind: Amitriptylin (z.B. Laroxyl®) und Clomipramin (z.B. Anafranil®), bis zu 150 mg/Tag. Ein weiteres Mittel zur Schmerzbekämpfung sind Antiepileptika (= eigentlich ein Mittel gegen die Fallsucht, u. a. aber auch bei bestimmten chronischen Schmerzen hilfreich). Als wichtigste Medikamente dieser Gruppe sind Gabapentin (z. B. Neurontin®) und Pregabalin (z. B. Lyrica®) zu nennen. Allgemeine Analgetika (=Schmerzmittel) zu empfehlen ist schwierig, da jeder Morbus Sudeck-Patient anders darauf anspricht. Eine Analgetikaaustestung ist von daher sehr empfehlenswert. Meistens ist allerdings die Verordnung


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Verwandte Suchbegriffe zu Morbus Sudeck:
Sudeck, Morbus-Sudeck, CRPS, CRPS 1, CRPS I, CRPS Typ 1, Algodystrophie, Sympathische Reflexdystrophie, Complex Regional Pain Syndrom, S. Dystrophie

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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