Symptome & Migränearten
dann unmittelbar nach dem Ende dieser „Auraphase“. Von einer Migräne mit prolongierter (verlängerter) Aura spricht man, wenn mindestens eines der typischen Migräneaura-Symptome mehr als 60 Minuten aber weniger als eine Woche anhält.
Bei der Migräne ohne Aura hingegen gibt es diese Anfangsphase nicht: Das „Migräne-Opfer“ wird vor vollendete Tatsachen gestellt: Der Migräneanfall bzw. die Migräneattacke ist plötzlich einfach da. Manche Menschen erahnen allerdings auch hier erste Symptome des sich anbahnenden Migräneanfalls einige Zeit vorher.
Die Migräne mit der familiären hemiplegischen (mit einer Halbseitenlähmung einhergehenden) Aura muß bei mindestens einer verwandten Person ersten Grades das gleiche Krankheitszeichen aufweisen.
Die Basilaris-Migräne ist durch Kopfschmerzen gekennzeichnet welche mit Krankheitszeichen des Gehirns einhergehen (z. B., Doppelsehen, Schwerhörigkeit, sensible oder motorische Störungen, Schwindel, etc.).
Typisch für die ophthalmoplegische Migräne sind dagegen Schmerzattacken, verbunden mit einer Lähmung der Augenmuskulatur.
Bei der retinalen Migräne können die Kopfschmerzen von einem einseitigen Gesichtsfeldausfall oder einer Erblindung begleitet werden. Die Symptome verschwinden wieder innerhalb maximal einer Stunde.
Geteilte Ansicht ist die Fachwelt bei den nur bei Kindern auftretenden „Periodischen Syndromen“, wie „Paroxysmaler Schwindel“ oder „Alternierende Hemiplegie“ (abwechselnde Halbseitenlähmung): Die Frage kreist immer um den Punkt, ob diese Krankheitsbilder auch wirklich der Migräne zugeordnet werden dürfen. Dieses wird zum Teil erschwert durch die Tatsache, dass diese migräneartigen Symptome mit Störungen der Hautempfindlichkeit oder Beweglichkeit sowie vegetativen Krankheitszeichen verbunden sein können, man mutmaßt, dass diese Erscheinungen sogar epileptiformer (fallsuchtartiger) Natur sein können.
Ein Kennzeichen der "kindlichen Migräne" dagegen sind Bauchschmerzen, verbunden mit Übelkeit bis hin zu Erbrechen oder zumindest Brechreiz, z. T. erhöhte Temperatur, aber oftmals ohne Kopfschmerzen.
Eine Migräne-Komplikation ist der Status migraenosus: Bei dieser Krankheitsform bleiben die Kopfschmerzen länger als 72 Stunden, trotz jeglicher Behandlung. Eine weitere Komplikation ist der Migränöse Infarkt. Dieser liegt vor, wenn ein ischämischer (durch Blutmangel bedingter) Hirninfarkt
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