21. Oktober 2019

Migräne Schmerz-Themen aktuell

Migräne

Migräne - Krankheit und Schmerz
Behandlung - Therapie

Es existieren heute zwei Ansätze, eine Migräne zu therapieren:

a) Allgemeine Migräne-Therapien

b) Weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik


Allgemeine Migräne-Therapien zielen entweder auf die Linderung des akuten Migräneanfalls oder auf prophylaktische (vorbeugende) Maßnahmen. In der Regel nutzt man hierfür Medikamente.

Zeigen die allgemeinen Möglichkeiten nicht die gewünschte Wirkung, oder möchte der Patient keine Medikamente auf Dauer nehmen, oder empfindet evtl. mit den Medikamenten einhergehende Nebenwirkungen als störend, sind weiterführende, multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik die richtige Lösung. Ebenso ist beim Auftreten eines „Status migraenosus“ (länger als 72h anhaltender Migräneanfall) eine stationäre Behandlung in einer anerkannten Fachklinik für Schmerztherapie sehr zu empfehlen.


a) Allgemeine Migräne-Therapien

Zunächst unterscheidet man bei den allgemeinen Migränetherapien zwei Ansätze:

1. Therapie der akuten Migräneanfälle

2. Prophylaktische (vorbeugende) Migränetherapie

Als erstes muss ein Patient eingehend über die Migräne allgemein sowie über bestehende Behandlungsmöglichkeiten, speziell auch mögliche Migränemittel informiert werden. Anamnestisch (aus der Vorgeschichte) eruierte Faktoren (z. B. Käse als auslösendes Element,…) sollten genauestens berücksichtigt werden. Ebenso hilfreich sind Ratschläge zur Lebensweise. So kann z. B. die Vermeidung von Stress einen sehr positiven Einfluss auf Häufigkeit und Intensität der Migräneattacken haben.

1. Die Therapie des akuten Migräneanfalls erfolgt in der Regel zunächst medikamentös durch ein entsprechendes Migränemittel. Entscheidend ist dabei der Hinweis, dass Analgetika (Schmerzmittel) möglichst früh eingenommen werden sollen, d.h. sobald die ersten Migräneanzeichen (d. h. die Migränekopfschmerzen) auftauchen. Mögliche Migränemittel sind:

- Acetylsalicylsäure (ASS), z. B. Aspirin® (0,5 -1,5 g)
- Paracetamol, z. B. ben-u-ron® (0,5 – 1 g)
- Metamizol, z. B. Novalgin®
- Nichtsteroidale Antirheumatika (z. B. Naproxen, Diclofenac, Ibuprofen)
- Triptane, z. B. der Serotoninantagonist (Mittel, das dem Gewebshormon Serotonin entgegenwirkt) Sumatriptan (Imigran®)
- Ergotaminpräparate (nur in Ausnahmefällen und nach Rücksprache mit Arzt)

Zur Behandlung der hemiplegischen und


Seitennavigation: | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 weiter

Verwandte Suchbegriffe zu Migräne:
Migräneaura, Migränekopfschmerz, Migränetherapie, Migräneprophylaxe, Migräneanfall

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Informationen und Themen zu Migräne

Informationen zu dem Schmerz-Thema Migräne

Verwandte Schmerz-Themen von Migräne

Migräne Top6 Krankheiten

Weitere Schmerz-Themen von Migräne A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

InEK stellt Dokumente für das PEPP-Entgeltsystem 2020 bereit
(21.10.19) Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) hat Dokumente für das pauschalierende Entgeltsystem Psychiatrie und Psychosomatik 2020 veröffentlicht. Dazu gehören die Abrechnungsbestimmungen und der PEPP-Entgeltkatalog, das Defintionshandbuch sowie die Deutsche Kodierrichtlinien.
Artikel lesen...



Artikel lesen...

Orientierungshilfe zur Umsetzung des Pflegestellenförderprogrammes
(18.10.19) Das Bundesministerium für Gesundheit sowie die Verbände der Leistungsträger und der Leistungserbringer auf Bundesebene haben eine Orientierungshilfe zur Umsetzung des Pflegestellenförderprogrammes erstellt. Das Dokument gibt zahlreiche Hinweise zur praktischen Umsetzung sowie zum Antragsverfahren für zusätzliche Pflegestellen gemäß § 8 Absatz 6 Satz 8 SGB XI. Die Orientierungshilfe sowie dazugehörige FAQs können auf der entsprechenden Internetseite heruntergeladen werden.
Artikel lesen...

Weiterführende Links