Behandlung - Therapie
für die Akupunktur sind Kopfschmerzen. Zur Migräne-Behandlung durch die Akupunktur dominieren Nadelpunkte auf dem Gallenblasen-Meridian, wie z. B. die Punkte 3, 17, 40 und 43, zusätzlich das sog. Lenkergefäß 25 in der Mitte der Nasenwurzel (Kossmann et al. 1986). Die Behandlung der Migräne mit Akupunktur zeigt zwar teilweise gewisse Ergebnisse, leider existieren aber noch immer keine wissenschaftlich exakten Nachweise, was eine Anerkennung des Verfahrens in der Fachwelt nicht gerade einfacher macht.
Die sog. „Transkutane Nervenstimulation“ (TENS) mittels Niederfrequenzgenerator über Klebeelektroden kann bei Migränekopfschmerz durchaus eine Linderung bringen, und manchmal auch den Ausbruch einer Migräneattacke verhindern. Hierbei gilt, wie beim Einsatz der meisten Migränemittel, dass die Therapie bereits bei den ersten Anzeichen eines Migräneanfalls durchgeführt werden muß.
Viele Migränepatienten klagen, daß auch im schmerzfreien Intervall die Muskulatur im Halswirbelsäulenbereich und im Bereich der Schultern (stark) verspannt ist. In diesen Fällen haben sich physikalischen Therapiemaßnahmen(Fango, Kältebehandlung) und Krankengymnastik bewährt. Manchmal kann sogar eine manuelle Lymphdrainage im Bereich von Kopf und Hals eine deutliche Linderung der migränebedingten Kopfschmerzen bewirken.
Erwähnenswert ist bei der Migräne auch die Hydrotherapie, in Form von Wechselbädern der Extremitäten (Arme und Beine) und/ oder Kneippschen Güssen. Wahrscheinlich steht der oft zu beobachtende, positive Effekt im Zusammenhang mit einer neurovegetativen Umstimmung im Sinne eines ganzheitlichen Behandlungsansatzes.
Sehr gute Wirksamkeit hat ein regelmäßiges Ausdauertraining, z. B. Walking, Schwimmen, Joggen, Ergometertraining o. ä..
Gute Ergebnisse liefert bei der Migräne auch Biofeedback (Registrierung und Rückmeldung bioelektrischer Signale).
Ebenso können sog. „psychologischen Interventionen“ Migränekopfschmerzen reduzieren:
• Hypnotherapie (insbesondere Selbsthypnose)
• Schmerz- und Stressbewältigungsprogramme
• Psychologische Diagnostik bzgl. auslösender und aufrechterhaltender Faktoren und Abklärung bzgl. bestehender Schmerzbewältigungs(Coping)-Strategie.
• Diagnostik bzgl. zusätzlicher psychiatrischer Diagnosen (Depressionen, Schizophrenie, Panikstörung, generalisierte Angststörung, posttraumatische Belastungsstörung, soziale
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