Behandlung - Therapie
Therapie einer Migräne werden in einer Schmerzklinik heute Verfahren der sog. „speziellen Schmerztherapie“ eingesetzt. Dabei gilt generell das Motto: Je früher desto besser. Die Methoden bewirken eine verstärkte Durchblutung sowie eine tiefe Entspannung der Nacken- und Kopfmuskulatur, was in sich den z. T. beachtlichen Therapieerfolg begründen dürfte.
Die spezielle Schmerztherapie ist ein Spezialgebiet mit sehr hohen Anforderungen und setzt große Erfahrungen voraus. Gerade bei einer schweren Migräne ist zudem auch eine Kombination von verschiedenen Verfahren der speziellen Schmerztherapie mehr als sinnvoll. Dieses Behandlungskonzept bezeichnet man heute als multimodal, d. h., dass verschiedene Therapien aufeinander abgestimmt werden um so das Problem der Krankheit ganz gezielt anzugehen. Eine multimodale Migräne-Therapie hat immer das Ziel, Schmerz- und Beschwerdefreiheit oder zumindest eine anhaltende, deutliche Schmerzlinderung zu erzielen, möglichst ohne weitere Schmerzmitteleinnahme. Sie zielt in erster Linie auf eine dauerhafte Prophylaxe gegen weitere Migräneattacken ab. Die weiter unten einzeln aufgeführten multimodalen Methoden, spez. die therapeutische Lokalanästhesie, setzen eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in spezialisierten Einrichtungen angeboten werden können. Des Weiteren müssen sie - gerade bei der Behandlung einer Migräne - über mehrere Wochen mehrmals täglich angewendet werden. Um dieses Ziel zu erreichen ist folglich meistens ein mehrwöchiger Aufenthalt in einer Schmerzklinik zu empfehlen.
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Eine Multimodale Schmerztherapie für Migräne umfasst vor allem:
1. Analgetikatestung
Zu Beginn eines stationären Aufenthaltes sollte (wenn möglich) eine sog. Analgetikatestung durchgeführt werden, um den Patienten bei einem evtl. weiteren Bedarf ein neues und besseres Medikament anbieten zu können, das bei möglichst geringer Dosierung (und damit auch geringen Nebenwirkungen) eine optimale Wirkung entfaltet. Zudem wird die Indikation für eine medikamentöse Migräneprophylaxe überprüft und evtl. in Abstimmung mit dem Betroffenen eingeleitet.
2. Therapeutische Lokalanästhesie
Bei der therapeutischen Lokalanästhesie werden (möglichst lang wirkende) örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) (z. B. Bupivacain) an bestimmten Stellen in den Körper
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