20. August 2019

Therapieansätze bei Morbus Paget (Osteitis deformans) - Krankheits und Gesundheitsthemen

Therapieansätze Morbus Paget (Osteitis deformans)



1. Allgemeine Therapien

a) (Medikamentöse) Behandlung mit:

- Kalzitonin
- Bisphosphonate
- Vitamin D und Kalzium

b) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

c) Akupunktur

d) Operative Maßnahmen,z.B. ein künstlicher Gelenkersatz

e) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Krankengymnastik,..

f) Andere Therapiemaßnahmen: Wichtig ist auch die Entlastung z.B. mit Gehhilfen oder Schienen





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Verwandte Suchbegriffe zu Morbus Paget (Osteitis deformans):
Morbus Paget, Osteitis deformans, Osteodystrophia deformans, Knochenerkrankung, Knochenstoffwechselerkrankung, Erkrankung Kochen, Knochenumbauerkranku

Autor:  Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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