19. August 2019

Therapieansätze bei Arteriitis cranialis - Krankheits und Gesundheitsthemen

Therapieansätze Arteriitis cranialis



1. Allgemeine Therapien

a) (Medikamentöse) Behandlung mit Kortison

Da bei einer Arteriitis cranialis (bei Befall der Schlagader im Auge) die Gefahr einer Erblindung besteht, wird schon bei einem Verdacht sofort mit Kortison behandelt. Am CRP-Wert und der Blutsenkung kann die Wirksamkeit der Behandlung festgestellt werden. Häufig wird auch eine Kombination von Kortison und Methotrexat eingesetzt, da dies in einer Studie zu einer kürzeren Behandlungsdauer und weniger Rückfällen führte und eine geringere Dosis Kortison vonnöten war.

b) Medikamentöse Schmerztherapie:

Akut (= plötzlich einsetzend, heftig) und subakut (= eher schleichend verlaufend) können zunächst (vorwiegend) peripher wirkende Analgetika (= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden, auch sog. nicht steroidale Antirheumatika (= Rheuma mittel), aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und magen schonende wie z.B. Meloxicam. Besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B. Parecoxib oder Etoricoxib, allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.




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Verwandte Suchbegriffe zu Arteriitis cranialis:
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Autor:  Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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