19. August 2019

Behandlungskonzept einer Klinik Morbus Crohn

Behandlungskonzept einer Klinik bei Morbus Crohn



2. Weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik:

Die spezielle Schmerztherapie ist ein Spezialgebiet mit sehr hohen Anforderungen und setzt große Erfahrungen voraus. Die optimale Therapie bei Morbus Crohn erfordert oftmals eine ganz individuelle Kombination von verschiedenen Verfahren der speziellen Schmerztherapie, v. a. aber den gezielten Einsatz der therapeutischen Lokalanästhesie, welche optimal nur durch regelmäßige Anwendungen im Rahmen eines stationären Aufenthalts zum Einsatz kommen kann.

a) Ausführliche Information(en)

b) Analgetikatestung (Methode zur Auswahl des optimalen Medikaments, auf welches ein Patient auch in einem evtl. später noch einmal auftretenden Bedarfsfalls zurückgreifen kann.). Neben „klassischen“ Analgetika stehen hier noch Spasmolytika (Mittel gegen Krampfzustände) und schmerzlindernde Psychopharmaka (auch als Infusionen, individuell ausgetestet) zur Verfügung.

c) Therapeutische Lokalanästhesie

Bei der therapeutischen Lokalanästhesie werden (möglichst lang wirkende) örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) (z. B. Bupivacain) an bestimmten Stellen in den Körper eingebracht. Für die Injektionen werden sehr feine Nadeln verwendet, was von der Empfindung her dem Setzen von Akupunkturnadeln ähnelt.

Die einfachste diesbezügliche Methode ist bei Morbus Crohn eine wiederholte Triggerpunkt-Behandlung. Dabei werden schmerzhafte Reizpunkte in der entsprechenden Head Zone (= eine über das zugehörige Rückenmarksegment laufende Querverbindung zu dem zugeordneten inneren Organ) am Bauch infiltriert, wodurch es neben der erwünschten Schmerzstillung zu einer Entkrampfung und damit Durchblutungssteigerung der zugehörigen Darmabschnitte kommt.

Im nächsten Schritt, mit einer deutlich größeren Effektivität, steht die kontinuierliche epidurale (rückenmarknahe) Blockade mit Katheter* zur Verfügung. Diese Methode hat neben der Schmerzlinderung v. a. den vorteilhaften (Neben-)Effekt einer Durchblutungsförderung durch parallele Betäubung des sog. Grenzstrangs (paarige Nervenstränge des unwillkürlichen Nervensystems neben der Wirbelsäule). Das ist bei jeder entzündlichen Schmerzursache (speziell auch bei Morbus Crohn) von großem Vorteil. Dieser fast schon kausale Ansatz kann in vielen Fällen bei Morbus Crohn eine Operation verhindern bzw. zeitlich erheblich hinauszögern (Der Nachweis wurde über eine englische Studie erbracht).

d) Ergänzende Methoden

In einer Schmerzklinik werden ergänzende Methoden gezielt zur Unterstützung




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Verwandte Suchbegriffe zu Morbus Crohn:
Morbus Crohn, Crohnkrankheit, Ginsburg-Krankheit, Oppenheim-Krankheit, Magen-Darm-Trakt-Entzündung, Darmentzündung

Autor:  Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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