18. Mai 2012 |
Behandlungskonzept einer Klinik Analschmerzen
2. Weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik:
Die spezielle Schmerztherapie ist ein Spezialgebiet mit sehr hohen Anforderungen und setzt große Erfahrungen voraus. Die optimale Therapie bei Analschmerzen erfordert oftmals eine ganz individuelle Kombination von verschiedenen Verfahren der speziellen Schmerztherapie, v. a. aber den gezielten Einsatz der therapeutischen Lokalanästhesie, welche optimal nur durch regelmäßige Anwendungen im Rahmen eines stationären Aufenthalts zum Einsatz kommen kann. Obwohl es unterschiedliche Ursachen für einen Analschmerzen gibt, ähneln sich die jeweils eingesetzten schmerztherapeutischen Methoden. Der Grund liegt einfach darin, dass, unabhängig von einer auslösenden Grunderkrankung, der schmerzleitende Nerv und damit der Schmerz direkt angegangen wird. Die Methoden im Einzelnen sind: a) Ausführliche Information(en) b) Analgetikatestung (Methode zur Auswahl des optimalen Medikaments, auf welches ein Patient in einem evtl. später noch einmal auftretenden Bedarfsfalls zurückgreifen kann.) c) Therapeutische Lokalanästhesie Bei der therapeutischen Lokalanästhesie werden (möglichst lang wirkende) örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) (z. B. Bupivacain) an bestimmten Stellen in den Körper eingebracht. Für die Injektionen werden sehr feine Nadeln verwendet, was von der Empfindung her dem Setzen von Akupunkturnadeln ähnelt. Die Betäubungsmittel werden entweder in die schmerzende Stelle (Infiltration) oder direkt an den schmerzleitenden Nerv gespritzt (Nervenblockade). Das örtliche Betäubungsmittel wird dabei so verdünnt, dass die Muskelkraft erhalten bleibt. Der Plexus sacralis (Nervengeflecht aus dem unteren Rückenmark stammend) versorgt sensibel die folgenden Bereiche: Unterer Anteil der Schamlippen, Vestibulum vaginae (Scheidenvorhof), hintere Anteil des Hodensacks, Penis, Dammbereich und Afterregion. Deshalb können Beschwerden in diesen Bereichen durch wiederholte epidurale (rückenmarknahe) Betäubungen in Form eines sog. Kaudalblocks (rückenmarknahe Betäubung in Höhe des Kreuzbeines) angegangen werden. Gegenüber dem lumbalen Epiduralblock (rückenmarknahe Betäubung in Höhe der Lenden) hat dies den Vorteil, daß man die Dosierung wesentlich geringer halten kann. Bleiben immer noch Schmerzen bestehen kann als nächst höhere Therapiestufe die sog. kontinuierliche Blockade mit Katheter* angewendet werden. Allerdings wird hier die lumbale epidurale Blockade bevorzugt, weil das Infektionsrisiko geringer ist. Ausnahme: Bei Afterschmerzen nach erfolgter Verwandte Suchbegriffe zu Analschmerzen: |