18. November 2019

Tietze-Syndrom - Krankheits und Gesundheitsthemen

Das Tietze-Syndrom, auch Morbus Tietze oder Chondropathia tuberosa genannt, beschreibt eine Störung im Bereich der oberen Übergänge zwischen Brustbein und Rippen (sternokostale Übergänge), welche durch Überlastungs- und Ermüdungs(mikro)brüche hervorgerufen werden. Außerdem kann auch eine Thorakotomie (operative Eröffnung des Brustraums) ursächlich sein.


Symptome: Tietze-Syndrom

Die Symptome des Tietze-Syndroms können häufig, aufgrund der unspezifischen Brustschmerzen, die auch in den (linken) Arm ausstrahlen können, Herzbeschwerden vortäuschen. Bei manchen Patienten können die Schmerzen auch in die linke Halsseite ausstrahlen.

Weitere typische Symptome sind:

- Druckschmerzen im Bereich der Rippenansätze am Brustbein
- Die Rippenansätze am Brustbein wirken aufgetrieben
- Vegetative Begleiterscheinungen,
wie ein beschleunigter Puls, Hitzegefühl und brennende bis glühende Schmerzen im Sinne einer Sympathalgie bzw. eines Quadrantensyndroms. Beim Quadrantensyndrom erfolgt die Schmerzausbreitung nicht der segmentalen Ordnung der Nerven, sondern vielmehr dem Verlauf der größeren Blutgefäße
- Brustbeinschmerzen,
die in den gleichseitigen Halsbereich aufsteigen können- Brustbeinschmerzen, die in den gleichseitigen Halsbereich aufsteigen können


Therapie

Bei der Therapie des Tietze-Syndroms kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

(Informationen zu Theramie-Möglichkeiten finden Sie in der Artikelnavigation)




Seitennavigation:      1 

Verwandte Suchbegriffe zu Tietze-Syndrom:

Autor:  Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Sponsorenbereich
Service
Anzeige

Beliebte Suchworte
Weiterführende Links