18. Mai 2012 |
Spinalkanalstenose - Krankheits und Gesundheitsthemen
Der Spinalkanal, auch Canalis spinalis, Canalis vertebralis, Wirbelkanal oder Rückenmarkskanal genannt, wird durch die Wirbellöcher, Wirbelbögen, Wirbelkörper, Bandscheiben und die Ligamenta flava begrenzt. Er enthält das Rückenmark sowie dessen Häute.
Zu einer Spinalkanalstenose kommt es durch eine absolute oder relative Verengung des Canalis spinalis. Abhängig von der Stelle der Stenose, kann es zu sehr unterschiedlichen Symptomen kommen.
Ursache: Spinalkanalstenose Prinzipiell kann eine Spinalkanalstenose entweder angeboren (z.B. durch Knochenaufbaustörungen und Fehlbildungen) oder erworben (z.B. durch Knochenerkrankungen, Verletzungen, degenerative Veränderungen oder Tumore) sein. Meist handelt es sich um eine lumbale (den Lendenwirbelbereich betreffende) Spinalkanalstenose, welche durch degenerative Veränderungen hervorgerufen wird. Hierbei fällt der Bandscheibe eine Schlüsselrolle zu, da ihr Wassergehalt, bzw. der des Gallertkerns, im Laufe der Zeit abnimmt und damit die Elastizität und Beweglichkeit beeinträchtigt wird. Der Faserring verliert ebenso allmählich seine Haltefunktion und es können Bandscheibenvorfälle entstehen. Auch das Bewegungssegment wird durch die Bandscheibenveränderungen instabil, die Wirbelkörper können sich gegeneinander verschieben, worunter besonders die kleinen Wirbelgelenke leiden und sich arthrotisch Verändern (Spondylarthrose). Mit der zunehmenden Bandscheibendegeneration nähern sich außerdem die Wirbelkörper einander und reagieren darauf mit Randzackenbildung (Spondylose) und Sklerosierung der Deckplatten (Osteochondrose). Die Veränderungen können sich allerdings auch noch innen richten und dann zu einer Spinalkanalstenose führen. Symptome: Spinalkanalstenose Typische Krankheitszeichen einer Spinalkanalstenose sind: - Schmerzen im betroffenen Segment - Schmerzausstrahlungen in die Beine in Form einer pseudoradikulären oder radikulären Symptomatik - Claudicatio spinalis (Schmerzen die beim Gehen auftreten und beim Stehenbleiben wieder abklingen) - Missempfindungen, wie Taubheit - Lähmungen - Störungen von Blase und Mastdarm Diagnose: Spinalkanalstenose Untersuchungen, die durchgeführt werden können um eine Spinalkanalstenose zu diagnostizieren, sind: - Röntgenaufnahmen - CT (Computertomographie) - MRT (Magnetresonanztomographie) - Myelographie, Myelo-CT, Funktionsmyelographie Therapie: Verwandte Suchbegriffe zu Spinalkanalstenose: |