20. August 2019

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Schlaganfall - Krankheits und Gesundheitsthemen

Beschreibung: Schlaganfall



Krankengymnastik und Ergotherapie, jeweils zur Rehabilitation der evtl. bestehenden Hemiparese (Halbseitenlähmung).
- Hypnoide (bewußtseinsverändernde) Verfahren, wie z. B. das autogene Training oder die progressive Relaxation nach Jakobson. Zudem ist gerade bei (chronischen) Schmerzen meistens auch ein Schmerzbewältigungstraining sinnvoll.
- Spezielle Schmerz-Akupunktur

Wenn chronische Schmerzen bereits längerfristig bestehen, kann man davon auszugehen, daß nach der sog. „Mainzer Stadieneinteilung“ bereits die Chronifizierungsgrade II oder III vorliegen. In solchen Fällen ist eine rein körperbezogene Behandlung oft nicht mehr ausreichend, so daß zusätzlich psychologisch / psychotherapeutische Interventionen erfolgen sollten.

Leider sind solche Behandlungen ambulant kaum möglich, da nur ganz wenige, niedergelassene Psychologen über eine entsprechende Weiterbildung (spezielle Schmerzpsychotherapie) verfügen..


Prognose

Ein paar Zahlen der Deutschen Schlaganfalldatenbank: 15 Prozent der Schlaganfallpatienten mit einem Gefäßverschluss sterben innerhalb der ersten drei Monate, wohingegen andererseits aber rund 40 Prozent der Schlaganfallpatienten nach Therapieabschluss ihr Leben wie gewohnt fortführen können! Um es kurz und bündig zu formulieren: Der Krankheitsverlauf und die Chancen auf eine Heilung hängen beim Schlaganfall in erster Linie vom Ort und der Größe der dauerhaften Hirnschädigungen ab, genauso sind die Chancen auf eine vollständige oder zumindest teilweise Rückbildung der Folgen eines Schlaganfalls aber auch umso größer, je schneller der Patient im Krankenhaus behandelt wird und je schneller mit einer angemessenen Rehabilitation begonnen wird! Patienten, die älter als 70 Jahre sind und in der ersten Zeit nach einem Schlaganfall (Akutstadium) schwere Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates (z.B. Lähmungen) und Störungen des Auffassungsvermögens aufweisen, haben eine schlechte Prognose. Sind die Patienten jünger und haben möglicherweise auch geringere Beeinträchtigungen, sind die Chancen umso größer, dass sich die eingetretenen Behinderungen zumindest teilweise wieder zurückbilden. Im Anschluss müssen diese dann auch meist nur Medikamente (Acetylsalicylsäure, ASS) als Schutz vor einem erneuten Schlaganfall einnehmen. Wenn sich bei den Patienten im Verlauf der Rehabilitation die abhanden gekommenen Fähigkeiten nicht verbessern, Verwirrungszustände oder Apathie andauern sowie Stuhlgang und Wasserlassen nicht mehr kontrolliert werden können, verschlechtert das die Prognose.




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Verwandte Suchbegriffe zu Schlaganfall:
Schlaganfall, Gehirnschlag, Hirninfarkt, Zerebraler Insult, Apoplektischer Insult, Apoplex, hämorrhagisch, Thalamusschmerz, Hirnblutung

Autor:  Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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