20. August 2019

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Schlaganfall - Krankheits und Gesundheitsthemen

Beschreibung: Schlaganfall



Schmerzklinik im Einzelnen sind:

● Therapeutische Lokalanästhesie/ kontinuierliche Blockade mit Katheter*

Bei der therapeutischen Lokalanästhesie werden (möglichst lang wirkende) örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) (z. B. Bupivacain) entweder in die schmerzende Stelle (Infiltration) oder direkt an den schmerzleitenden Nerv (Nervenblockade) oder an schmerzleitende Nervenstrukturen (z. B. Rückenmark) gespritzt. Für die Injektionen werden sehr feine Nadeln verwendet, was von der Empfindung her dem Setzen von Akupunkturnadeln ähnelt. Speziell im Rahmen einer stationären Behandlung in einer Schmerzklinik ist es möglich, über mehrere Wochen diese Therapie täglich mehrfach durchzuführen. Wird die Methode dagegen nur alle paar Tage ambulant durchgeführt, bleibt der gewünschte Erfolg in aller Regel aus.

Als nächst höhere Therapiestufe können kontinuierliche Blockaden mit Hilfe eines eingepflanzten, dünnen Kunststoffschlauches (Katheter) durchgeführt werden. Angesichts von "zentralen Schmerzen" (Schmerzen, die im Rückenmark / Gehirn entstehen) erscheint die Durchführung von Nervenblockaden zugegebenermaßen paradox. Man hat jedoch festgestellt, daß bei ca. 40-50% der betroffenen Patienten diese Therapie tatsächlich anspricht und zu einer Schmerzlinderung führt. Möglicherweise wird durch die zentrale Läsion (Störung/Schädigung) teilweise ein peripheres (mehr oberflächliches, nicht im Gehirn oder Rückenmark vorliegendes) Schmerzsyndrom herbeigeführt, vielleicht indem neurobiologische Mechanismen der Perzeption (Empfindung, Wahrnehmung) durch das efferente sympathische System (weggeleitete Erregungen im unwillkürlichen Nervensystem) mehr oder weniger ausgeprägt aktiviert werden.
Für eine Beteiligung des sympathischen Systems sprechen auch die Berichte von Loh et al. (1980) und Nathan (1980), wonach Schmerzen in Arme und Beine nach einer Störung/Schädigung des Zentralnervensystems (Rückenmark und Gehirn) durch Sympathikusblockaden beseitigt oder gelindert werden können. Da die Nervenstämme (besonders Plexus brachialis (Nervengeflecht des Armes)) auch vegetative, sympathische Fasern mit sich führen, kann eine solche Wirkung postuliert werden. Bei sog. Phantomschmerzen ging man ja früher ebenfalls von sog. zentralen Schmerzen aus. Mittlerweile ist aber bewiesen, dass auch dieser Schmerz peripher (außerhalb des Gehirns oder Rückenmark) behandelt werden kann.

● Analgetikatestung

● Ergänzende Methoden

- Hochtontherapie
- Spezielle heilgymnastische Therapie,




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Verwandte Suchbegriffe zu Schlaganfall:
Schlaganfall, Gehirnschlag, Hirninfarkt, Zerebraler Insult, Apoplektischer Insult, Apoplex, hämorrhagisch, Thalamusschmerz, Hirnblutung

Autor:  Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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