15. Dezember 2019

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Schlaganfall - Krankheits und Gesundheitsthemen

Beschreibung: Schlaganfall



der Computertomographie, Angiographie (= Gefäßdarstellung mit Röntgenstrahlen) und Kernspintomographie. Die Therapie richtet sich dann nach der Ursache.

Kleinere Hirnblutungen werden – auch abhängig vom Ort - häufig nur überwacht, größere müssen operativ entfernt werden. Beim akuten Hirninfarkt mit Gefäßverschluss durch einen Thrombus gilt es dagegen, den eingetretenen Schaden möglichst zu begrenzen, Komplikationen zu verhindern, einem Wiederauftreten (Rezidiv) vorzubeugen und eine Rehabilitation der neurologischen Ausfälle einzuleiten. Die sofortige Behandlung im Krankenhaus besteht hierbei erstens in der Thrombolyse, also der medikamentösen Auflösung des Gefäßverschlusses, wobei vorher eine Hirnblutung mit Hilfe der Computertomographie ausgeschlossen werden muß. Außerdem ist sie nur innerhalb von drei Stunden nach Beginn der ersten Symptome erfolgversprechend. Zweitens in der Überwachung der lebenswichtigen Funktionen wie Blutdruck, Atmung, Herzfrequenz und Urinausscheidung auf der Intensivstation. Drittens einer Antikoagulation, also der medikamentöse Unterbindung der Blutverklumpung, um eine fortschreitende Verstopfung des betroffenen Gefäßes zu verhindern.

2. Rehabilitation

Ein weiterer sehr wichtiger Pfeiler der Therapie eines Schlaganfalls ist die anschließende und so bald wie möglich zu beginnende Rehabilitation. Es ist sinnvoll damit anzufangen, sobald es der körperliche Zustand des Betroffenen zulässt, d.h. in der Regel noch im Krankenhaus selbst. Im Vordergrund stehen einerseits das Training der Skelettmuskeln, damit der Betroffene Bewegungseinschränkungen wieder soweit wie möglich kompensiert (meistens heißt es, dass der Patient wieder laufen kann), sowie Sprechübungen mit Hilfe von Logopäden. Insgesamt muss das vorrangige Ziel sein, dem Patienten eine Rückkehr in sein bisheriges soziales und berufliches Umfeld zu ermöglichen. Es ist möglich, mit jungen, geistig flexiblen Menschen außerordentliche Therapieerfolge zu erzielen; bei älteren Patienten können manche Fähigkeiten allerdings oft nicht vollständig wiederhergestellt werden. In solchen Fällen gilt es mit den Patienten Strategien zu entwickeln, mit Hilfe derer sie mit den vorhandenen Einschränkungen besser zurechtkommen können. Zum Reha-Team gehören Krankengymnasten, Sprach- und Ergotherapeuten ebenso wie Pfleger und Schwestern. Natürlich können auch Angehörige den Patienten in vielen Situationen unterstützen. Ob eine Langzeitrehabilitation nötig ist, hängt vom Ausmaß der erlittenen Nervenschäden ab.

3. Behandlung




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Verwandte Suchbegriffe zu Schlaganfall:
Schlaganfall, Gehirnschlag, Hirninfarkt, Zerebraler Insult, Apoplektischer Insult, Apoplex, hämorrhagisch, Thalamusschmerz, Hirnblutung

Autor:  Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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