17. Juli 2019

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Schlaganfall - Krankheits und Gesundheitsthemen

Beschreibung: Schlaganfall



Unter einem Schlaganfall (Gehirnschlag, Hirninfarkt, Zerebraler Insult, Apoplektischer Insult, Apoplex) versteht man eine extrem heftig einsetzende (perakute) bis hin zu mit nur schwach ausgeprägten Merkmalen (subakute) auftretende Funktionsstörung des Gehirns.

Die jährliche Häufigkeit beträgt bei Männern 2,7% und bei Frauen 2,1 %. Die Häufigkeit nimmt mit steigendem Lebensalter zu: unter 45 Jahren findet sich eine Häufigkeit von 0,3 %, im 45.-65. Lebensjahr von 8% und bei über 65 Jahren von 20%. In 10 von 100 Fällen verläuft der Schlaganfall tödlich und ist in Deutschland, nach Herzinfarkt und Krebs, die dritthäufigste Todesursache.


Ursachen

Für einen Schlaganfall ist immer eine Durchblutungsstörung des Gehirns verantwortlich. Einerseits kann ein Blutpfropf oder über die Blutbahn verschlepptes Material, wie z.B. Zellhaufen, kleine Blutgerinnsel etc. das Gefäß verschließen (sog. ischämische Gehirnschlag, primär ischämischer Hirninfarkt: Ischämie=Unterversorgung mit Sauerstoff, Infarkt=Gewebsuntergang aufgrund der Ischämie), oder es kommt durch einen Gefäßeinriss (Gefäßruptur) zu einer Blutung (sog. hämorrhagischer Gehirnschlag, akute Hirnblutung), die sich entweder im Inneren des Gehirns befindet (intrazerebral), oder im Raum unter der Hirnhaut (subarachnoidal). Das Risiko, einen Gehirnschlag zu erleiden steigt, wenn folgende Risikofaktoren bzw. Vorerkrankungen bestehen: für den ischämischen Gehirnschlag ist es eine bestimmte Herzrhythmusstörung, das sog. Vorhofflimmern, für den hämorrhagischen Gehirnschlag sind dies vor allem ein erhöhter Blutdruck, aber auch Blutgerinnungsstörungen oder die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten. Seltener sind hingegen Gefäßmissbildungen oder Tumore.


Formen

Je nach Ausmaß werden vier verschiedene Typen des Schlaganfalls unterschieden:

1. Transitorisch-ischämische Attacke (TIA), eine vorübergehende, flüchtige Hirnminderdurchblutung, bei der sich der Ausfall von Nervenfunktionen spätestens innerhalb von 24 Stunden zurückbildet;
2. Prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit (PRIND), ein Ausfall von Nervenfunktionen, der länger als 24 Stunden anhält und sich nur langsam, schließlich aber vollständig zurückbildet;
3. Partiell reversible ischämische neurologische Symptomatik (PRINS), ein Gehirnschlag, der sich zunehmend fortschreitend entwickelt und durch neurologische Krankheitszeichen mit unvollständiger




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Verwandte Suchbegriffe zu Schlaganfall:
Schlaganfall, Gehirnschlag, Hirninfarkt, Zerebraler Insult, Apoplektischer Insult, Apoplex, hämorrhagisch, Thalamusschmerz, Hirnblutung

Autor:  Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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