19. September 2019

Hodenschmerzen - Krankheits und Gesundheitsthemen

Hodenschmerzen, teilweise auch Skrotalschmerzen genannt, gehen in der Regel mit einem erheblichen Verlust von Lebensqualität einher.

Aus Scham gehen die Betroffenen häufig erst sehr spät zum Arzt und vertrauen sich auch meist niemandem an. Hodenschmerzen können eine Vielzahl von Ursachen haben, sind aber häufig auch psychogen verursacht, da der Genitalbereich ein häufiger Projektionsort für eine sog. Konversionsneurose ist.


Ursachen von Hodenschmerzen

Akut einsetzende Hodenschmerzen können folgende Ursachen haben:

- Hodentrauma (Hodenverletzung)

- Hodentorsion (Stieldrehung eines Hodens einschließlich des Samenstranges)

- Befall durch Wuchereria bancrofti (seltene Tropenkrankheit)

Langsam zunehmende Hodenschmerzen können durch folgende Erkrankungen verursacht werden:

- Epididymitis (Nebenhodenentzündung) oder Orchitis (Hodenentzündung)

- Varikozele (weiche, strangförmige Geschwulst)

- Prostatitis (Entzündung der Vorsteherdrüse)

- Tumore des Hodens oder Nebenhodens

- Leistenbruch (Leistenhernie)

- Harnleitersteine

Wie bereits erwähnt, können Hodenschmerzen auch psychisch verursacht werden. Hierbei handelt es sich um symbolische Schmerzen im Rahmen einer Konversionsneurose. Meist geben die Schmerzentstehung und der Schmerzcharakter einen Hinweis auf die Ursache. Betroffene beschrieben ihre Schmerzen häufig mit bizarren Ausdrücken wie „tierisch“, „wahnsinnig“ oder „wie rohes Fleisch“. Auffällig ist auch, dass oftmals der Leidensdruck fehlt.




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Verwandte Suchbegriffe zu Hodenschmerzen:
Hodenschmerz, Schmerz Hoden, Skrotalschmerz, Schmerz Skrotum, Schmerz Hodensack, Genitalschmerz, Hodentrauma, Hodentorsion, Orchitis, Epididymitis

Autor:  Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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