19. Januar 2019

Herpes-Zoster Schmerz-Themen aktuell

Herpes-Zoster

Herpes-Zoster Krankheit und Schmerz
Therapie / Behandlung

Für die Therapie des Herpes Zoster gilt: Bei ersten Anzeichen sofort zum Arzt! Ein Herpes Zoster lässt sich medikamentös normalerweise sehr gut behandeln. Die Behandlung und Kontrolle kann meistens über den Hausarzt erfolgen.

a) Zur Therapie eines Herpes Zoster sind antivirale Präparate (= gegen das Virus gerichtete) zum Einnehmen wie Aciclovir (z.B. Zovirax®) die erste Wahl. Es wirkt der Neuentstehung der Erbsubstanz des Virus entgegen und hemmt dieses dadurch in der Vermehrung. Im selben Zuge werden damit auch die akuten Schmerzen verringert, ebenso die flächenhaften Hautrötung und die Neubildung von Läsionen. Auch heilen die typischen die sog. Effloreszenzen (= typische Zoster-Hauterscheinungen) schneller ab. Weitere, empfehlenswerte Medikamente sind hier: Brivudin (Zostex®), Famciclovir (Famvir Zoster®) oder Valaciclovir (Valtrex®).

b) Unterstützend können antivirale Salben auf die betroffen Körperstellen lokal aufgetragen werden. Mögliche Wirkstoffe sind hier Idoxuridin oder Desoxyuridin in Dimethylsulfoxid (z. B. Zostrum®). Optimale Dosierung: viermal täglich vier Tage lang. Alternativ bietet sich auch Vidarabin Salbe an (zweimal täglich). Allerdings beeinflussen antivirale Substanzen die durch den Herpes Zoster bedingten Schmerzen ab dem fünften Tag nach Auftreten der typischen Hautausschläge nicht mehr. Ab dem sechsten Tag ist der Einsatz von sog. antiinflammatorischer Pharmaka (= entzündungshemmender) angezeigt.

c) Linderung der Schmerzen: Gegen die Schmerzen bei einem Herpes zoster wirken am besten sog. Antiepileptika (= eigentlich Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei Herpes-zoster hilfreich). Als Mittel der ersten Wahl gelten heute Gabapentin (z.B. Neurontin®) oder Pregabalin (Lyrica®), als 2. Wahl folgt Carbamazepin (z.B. Tegretal®). Diskutiert wurde auch immer wieder der Einsatz von Levodopa und Adenosinmonophosphat.

d) Therapie mit lokalen Therapeutika (= Mittel die örtlich aufgetragen werden): In der Fachliteratur (z.B. Benedittis 1992) wird die lokale Verabreichung von Acetylsalicylsäure (= Wirkstoff von Aspirin®) in Diäthyläther gelöst propagiert.

e) Spritzen: Durch das Spritzen eines örtlichen Betäubungsmittels kann akut eine Schmerzlinderung herbeigeführt werden. Das Problem ist, dass die Wirkung nach einigen Stunden wieder nachläßt, d. h. die Therapie muß mehrmals täglich durchgeführt werden.

Ein Herpes Zoster heilt normalerweise in 2 – 4 Wochen wieder ab. Bildet sich allerdings


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Verwandte Suchbegriffe zu Herpes-Zoster:
Zoster, Zoster-Krankheit, Herpes, Gürtelrose, Herpes Zoster-Krankheit, Zosterschmerz, Zosterneuralgie, postzosterische Neuralgie, Gesichtsrose

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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