8. Juli 2020

Herpes-Zoster Schmerz-Themen aktuell

Herpes-Zoster

Herpes-Zoster Krankheit und Schmerz
Therapie / Behandlung

Für die Therapie des Herpes Zoster gilt: Bei ersten Anzeichen sofort zum Arzt! Ein Herpes Zoster lässt sich medikamentös normalerweise sehr gut behandeln. Die Behandlung und Kontrolle kann meistens über den Hausarzt erfolgen.

a) Zur Therapie eines Herpes Zoster sind antivirale Präparate (= gegen das Virus gerichtete) zum Einnehmen wie Aciclovir (z.B. Zovirax®) die erste Wahl. Es wirkt der Neuentstehung der Erbsubstanz des Virus entgegen und hemmt dieses dadurch in der Vermehrung. Im selben Zuge werden damit auch die akuten Schmerzen verringert, ebenso die flächenhaften Hautrötung und die Neubildung von Läsionen. Auch heilen die typischen die sog. Effloreszenzen (= typische Zoster-Hauterscheinungen) schneller ab. Weitere, empfehlenswerte Medikamente sind hier: Brivudin (Zostex®), Famciclovir (Famvir Zoster®) oder Valaciclovir (Valtrex®).

b) Unterstützend können antivirale Salben auf die betroffen Körperstellen lokal aufgetragen werden. Mögliche Wirkstoffe sind hier Idoxuridin oder Desoxyuridin in Dimethylsulfoxid (z. B. Zostrum®). Optimale Dosierung: viermal täglich vier Tage lang. Alternativ bietet sich auch Vidarabin Salbe an (zweimal täglich). Allerdings beeinflussen antivirale Substanzen die durch den Herpes Zoster bedingten Schmerzen ab dem fünften Tag nach Auftreten der typischen Hautausschläge nicht mehr. Ab dem sechsten Tag ist der Einsatz von sog. antiinflammatorischer Pharmaka (= entzündungshemmender) angezeigt.

c) Linderung der Schmerzen: Gegen die Schmerzen bei einem Herpes zoster wirken am besten sog. Antiepileptika (= eigentlich Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei Herpes-zoster hilfreich). Als Mittel der ersten Wahl gelten heute Gabapentin (z.B. Neurontin®) oder Pregabalin (Lyrica®), als 2. Wahl folgt Carbamazepin (z.B. Tegretal®). Diskutiert wurde auch immer wieder der Einsatz von Levodopa und Adenosinmonophosphat.

d) Therapie mit lokalen Therapeutika (= Mittel die örtlich aufgetragen werden): In der Fachliteratur (z.B. Benedittis 1992) wird die lokale Verabreichung von Acetylsalicylsäure (= Wirkstoff von Aspirin®) in Diäthyläther gelöst propagiert.

e) Spritzen: Durch das Spritzen eines örtlichen Betäubungsmittels kann akut eine Schmerzlinderung herbeigeführt werden. Das Problem ist, dass die Wirkung nach einigen Stunden wieder nachläßt, d. h. die Therapie muß mehrmals täglich durchgeführt werden.

Ein Herpes Zoster heilt normalerweise in 2 – 4 Wochen wieder ab. Bildet sich allerdings


Seitennavigation: | 1 | 2 weiter

Verwandte Suchbegriffe zu Herpes-Zoster:
Zoster, Zoster-Krankheit, Herpes, Gürtelrose, Herpes Zoster-Krankheit, Zosterschmerz, Zosterneuralgie, postzosterische Neuralgie, Gesichtsrose

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Informationen und Themen zu Herpes-Zoster

Informationen zu dem Schmerz-Thema Herpes-Zoster

Verwandte Schmerz-Themen von Herpes-Zoster

Herpes-Zoster Top6 Krankheiten

Weitere Schmerz-Themen von Herpes-Zoster A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Höhere Fallzahl steigert Qualität
(29.05.20) Versorgungsdaten belegen nun: Je häufiger der Wechsel einer Hüft- oder Knieprothese in einer Klinik durchgeführt wird, desto seltener kommt es zu Komplikationen und Todesfällen. Der Prothesenwechsel wird aber bei den Mindestmengen bislang nicht berücksichtigt. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik (AE), Professor Karl-Dieter Heller, erklärt im Interview, warum aber gerade hier Zentren und die Mindestmenge so wichtig wären.
Artikel lesen...

Gesundheitspartner-Portal: Neustart im Juni
(28.05.20) Das AOK-Fachportal für Leistungserbringer und Beschäftigte im Gesundheitswesen bekommt ein neues Gesicht: Ab 3. Juni finden Sie an dieser Stelle einen komplett überarbeiteten Internetauftritt.
Artikel lesen...

Coronavirus: Empfehlungen im Heilmittelbereich aktualisiert
(26.05.20) Die Empfehlungen für den Heilmittelbereich aufgrund des Ausbruchs von SARS-CoV-2 (Corona) wurden am 25. Mai 2020 aktualisiert. Die Kassenverbände auf Bundesebene und der GKV-Spitzenverband erklären darin, dass es eine zeitnahe Bewertung gibt, ob und welche Punkte der Empfehlungen über den 30. Juni 2020 hinaus verlängert oder angepasst werden müssen. Hintergrund sind die eingeleiteten Lockerungsmaßnahmen und aus der sich hieraus resultierenden Pandemieentwicklung.
Artikel lesen...

Weiterführende Links