16. November 2019

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Trigeminusneuralgie

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Eine Trigeminus-Neuralgie tritt meistens erst ab dem 40. Lebensjahr auf. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Man unterscheidet dabei heute zwei Formen:

1. Idiopathische oder primäre Trigeminus-Neuralgie:
Diese Form ist eine eigene, allein auftretende Schmerzkrankheit.

2. Symptomatische oder sekundäre Trigeminus-Neuralgie:
Diese Form wird durch eine separate Grunderkrankung ausgelöst, z. B. als Folge bei einer Multiplen Sklerose (Informationen: Multiplen Sklerose Multiplen Sklerose), im Zusammenhang mit Neurinomen (gutartige Zellneubildungen), Hirnstammischämien (Minderdurchblutungen des Hirnstamms) und Angiomen des Hirnstamms (tumorartige Gefäßneubildung des Hirnstamms).

Typisches Merkmal einer Trigeminus-Neuralgie sind anfallsartige, extrem starke Schmerzattacken im Gesicht, und zwar im Bereich der Trigeminusnerven.

Die Anfälle sind dabei meistens von sehr kurzer Dauer, d. h. wenigen Sekunden. Dabei existieren eine Reihe von Auslösern (sog. Triggermechanismen), die zu einem Anfall führen können, wie z. B. Sprechen, bestimmte Gesichtsbewegungen, Kauen, bestimmte Berührungen oder auch Kälte. Oft treten die Schmerzen periodisch auf, manchmal in äußerst schmerzhaften Salven, es gibt aber auch häufig schmerzfreie Intervalle. Sind die Schmerzattacken sehr stark, kommt es dabei zu Zuckungen der Gesichtsmuskulatur, sog. „Tic douloureux“. Auch ist es möglich, daß sich bei einem Anfall der Gesichtsbereich leicht rötet, oder der Anfall Tränen auslöst.

Zur Stellung der Diagnose „Trigeminus-Neuralgie“ sind eine ausführliche Abfrage der Krankheitsgeschichte (Anamnese) bzw. eine Schmerzanamnese wichtig, sowie eine neurologische Untersuchung mit evtl. Zusatzuntersuchungen. Die Trigeminusneuralgie muß dabei klar von einem Clusterkopfschmerz (Bing-Horton-Kopfschmerz / Informationen: Clusterkopfschmerzen Clusterkopfschmerz) oder einem atypischen Gesichtsschmerz
(Informationen: atypischen Gesichtsschmerz atypischen Gesichtsschmerz) unterschieden werden.

Die Trigeminus Neuralgie ist ein relativ schwieriges Krankheitsbild, und von daher in Bezug auf eine Therapie für Schmerztherapeuten immer eine Herausforderung. Zur Therapie einer Trigeminus Neuralgie können im ersten Schritt allgemeine Ansätze probiert werden. Zeigen diese Maßnahmen zu geringe Wirkung oder möchte man auf die Einnahme von Medikamenten verzichten, sollte man sich an eine erfahrene Schmerzklinik wenden.

1. Allgemeine Therapieansätze:

- Medikamentöse Schmerztherapie

- physikalische Maßnahmen, wie Wärme, Kälte, …

- Akupunktur

- Operative Verfahren bzw. neurochirurgische Interventionen: Hierbei müssen Risiken und Nutzen streng analysiert werden. In vielen Fällen sollte ein Patient sich lieber zuerst an eine erfahrene Schmerzklinik wenden.

Für Details zu möglichen medikamentösen Therapien wenden Sie sich bitte an den kostenlosen Beratungsservice von doctorhelp.de.


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik (Schmerz-Klinik)

<?  Weiterführende Therapie & Behandlungskonzepte bei Trigeminusneuralgie



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Gesichtsschmerzen:
Atypischer Gesichtsschmerz, Trigeminusneuralgie, Gesichtsbeschwerden, chronische Gesichtsschmerzen

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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