Therapie - Behandlung
z. B. Beginn mit 3x5 mg/d. In Kombination mit Antikonvulsiva sollte eine Tagesdosis von 90mg nicht überschritten werden (s. Fachliteratur Steardo et al. 1984). Die Höchstdosierung gibt der Hersteller allerdings mit nur 75 mg an.
In der Regel sind bei diesen Gesichtsschmerzen peripher wirksame Analgetika ( Schmerzmittel) ohne Nutzen, zentral wirksame allenfalls in hoher Dosierung (Gefahr einer Abhängigkeit). Hin und wieder ergibt sich ein schmerzlindernder Effekt bei der Gabe eines Gemisches aus Uridin- und Dinatriumsalzen (Keltican®). Dosierung: 2mal tgl. 1-2 Kps., zusätzlich 2mal wöchentlich eine i.m.-Injektion. Bei stärksten Schmerzattacken mit „statusähnlichem Charakter“ hat sich die Verabreichung von Phenytoin (z. B. Epanutin®) als Kurzinfusion mehrfach bewährt.
● Neurochirurgische Interventionsmöglichkeiten bei Trigeminusneuralgie:
Diese Methoden sollten insbesondere dann zum Einsatz kommen, wenn medikamentöse Behandlungsversuche erfolglos bleiben. Die Therapie mit der höchsten Heilungsrate ist die Operation nach Janetta. Dabei muss allerdings der Schädel eröffnet werden, um zwischen eine pulsierende Ader und den Nerv ein Schwämmchen zu schieben. Weniger aufwendig, aber auch weniger lange effektiv und oft mit anhaltenden Gefühlstörungen verbunden ist die Verödung des Trigeminusnerven. Nachteil der Elektrokoagulation (elektrische „Verkochung“) des Ganglion Gasseri ist die relativ hohe Rezidivquote (Rückfallrate). Eine gefürchtete Komplikation als Gefahr ist eine Nervenläsion (Funktionsstörung) des N. ophthalmicus (bis hin zur Erblindung)! Durch Thermo- oder Kryokoagulation des Ganglion Gasseri treten insgesamt deutlich weniger Nebenwirkungen auf. Selten hält die Schmerzfreiheit für immer an. Meist kommen die Attacken nach 9 – 24 Monaten zurück.
Retroganglionäre Wurzeldurchtrennungen, Traktotomie oder Thalamotomie werden heute im Prinzip nicht mehr durchgeführt (s. Fachliteratur Moebius et al. 1989). Obsolet (veraltet) sind auch die Exhairese (herausziehen) oder Alkoholinjektionen peripherer Trigeminusäste (s. Fachliteratur Diener et al. 1994). Eine Indikation zur OP sollte immer gut abgewägt werden.
b) Atypische Gesichtsschmerzen:
Zur Therapie chronischer atypischer Gesichtsschmerzen können wie bei der idiopathischen Trigeminusneuralgie Antikonvulsiva (krampflösende Mittel) (z. B. Carbamazepin, Gabapentin, Pregabalin) versucht werden, allerdings fällt die
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