21. Oktober 2018

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Gesichtsschmerzen

Gesichtsschmerzen - Krankheit und Schmerz
Details zu den einzelnen Arten

I. Primäre Gesichtsschmerzen

a) Idiopathische Trigeminusneuralgie


Die Trigeminusneuralgie wird meist noch den primären Kopfschmerzen zugeordnet, obwohl in den meisten Fällen eine pulsierende Arterie, die am Hirnstamm auf dem Trigeminusnerv liegt, die Ursache ist, und damit genau genommen eine sekundäre Form vorliegt. Die Fälle, in denen eine solche Gefäßschlinge oder eine andere nachvollziehbare Ursache nicht gefunden wird, bezeichnet man als "idiopathisch" (ohne erkennbare Ursache). Charakteristisch sind folgende Krankheitszeichen:

● Anfallsartige Schmerzattacken mit maximaler Stärke und meistens kurzer Dauer (Sekunden).
● Der Schmerzbereich deckt sich mit dem Ausbreitungsgebiet des betroffenen Nervenastes.
● Die Schmerzanfälle können auch durch physiologische, taktile (den Tastsinn betreffende), thermische oder propriozeptive (den Eigenreflex betreffende) Reize ausgelöst werden.
● Häufige Triggermechanismen (Auslösemechanismen) sind Kauen, Sprechen oder bestimmte Gesichtsbewegungen, die Berührung bestimmter Hautareale, die Einwirkung von Wasser oder generell Kälteexposition. Meistens sind Triggerpunkte bzw. Triggerzonen identifizierbar.
● In der Regel tritt die Schmerzattacke streng einseitig auf (nur 5% beidseitig) und überwiegend im 2. und 3. Ast (ca. 4% 1. Ast).
● Die Beschwerden treten manchmal periodisch auf, also mit schmerzfreien Intervallen einhergehend.
● Manchmal gehen die die kurzen Gesichtsschmerz-Attacken auch in äußerst schmerzhafte, längere Salven über.

Bei stärksten Schmerzattacken kommt es (relativ selten) zu zusätzlichen Zuckungen der Gesichtsmuskulatur hinzu (Tic douloureux). Während des Anfalls ist die betroffene Gesichtspartie meistens leicht gerötet, bedingt durch den starken Schmerz können Tränen ausgelöst werden. Aus diesem Grund tritt hier dann oft eine Verwechslung mit dem Bing-Horton-Kopfschmerz oder Cluster-Kopfschmerz auf, besonders wenn der 1. Ast (Stirn) betroffen ist. Im Gegensatz zur Horton Neuralgie treten die Attacken meist nur am Tage auf.

Bei der körperlichen Untersuchung sind die zugehörigen Nervenaustrittspunkte oft druckschmerzhaft (d. h. bei 60% der Fälle). Frauen sowie Patienten über 40 erkranken deutlich häufiger.
Es gibt auch eine sekundäre Form der Trigeminusneuralgie (kein eigenständiges Krankheitsbild sondern als Folge einer


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Verwandte Suchbegriffe zu Gesichtsschmerzen:
Atypischer Gesichtsschmerz, Trigeminusneuralgie, Gesichtsbeschwerden, chronische Gesichtsschmerzen

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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