21. Oktober 2018

Top6 Themen: Virale Arthritis - Gelenkschmerzen

Virale Arthritis (virale Gelenkentzündung)

Virale Arthritis Gelenkschmerzen Themen und Krankheit
Die virale Arthritis, oder virale Gelenkentzündung, gehört zur Gruppe der infektiösen Arthritiden. Sie liegt meist als so genannte reaktive oder indirekte Arthritis vor, d.h. die Gelenkentzündung wird durch eine Immunreaktion des Körpers auf eine außerhalb des Gelenks gelegene Infektion ausgelöst, weshalb auch keine Erreger im Knie selbst nachgewiesen werden können.

Außerdem Fällt bei der viralen Arthritis auch oft der Begriff „parainfektiöse Arthritis“, womit gemeint ist, dass die Arthritis als Begleitsymptom im Rahmen einer viralen Infektionskrankheit auftritt.


Ursachen: virale Arthritis (virale Gelenkentzündung)

Erkrankungen, im Rahmen derer eine virale bzw. paravirale Arthritis auftreten kann, sind:

- virale Hepatitis
- Masern
- Windpocken
- Röteln
- Pocken

Weitere Erreger die zu einer paraviralen Arthritis führen können sind:

- Coxsackie-Virus
- Epstein-Barr-Virus (virale Mononukleose)
- Ross-River-Virus (Australien-Arthritis)
- Mayoro-Virus
- Sindbis-Virus
- Adenovirus
- Parvo-B19-Virus (Ringelröteln)
- Chicungunya-Virus
- Zytomegalie-Virus

Virale Erkrankungen die zu einer direkten Arthritis führen können sind:

- Mumps
- O’Nyong-nyong-Fieber (häufig nach Asienreisen)


Symptome: virale Arthritis (virale Gelenkentzündung)

Die virale Arthritis betrifft meist die Extremitäten, d.h. Arme und Beine. Charakteristische Symptome einer viralen Arthritis sind:

- Schmerzen
- Schwellung
- Überwärmung
- Bewegungseinschränkung
- Rötung
- Gelenkerguss


Spätfolgen einer chronischen Arthritis können sein:

- Funktionsverlust des Gelenks
- Destruktion (Zerstörungen)
- Fehlstellungen
- Kontrakturen (Verkürzungen)
- Ankylosen (Gelenkversteifung)


Therapie: virale Arthritis (virale Gelenkentzündung)

Bei der Therapie einer viralen Arthritis kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz.
Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).

b) Akupunktur

c) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Krankengymnastik,..



2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Virale Arthritis



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Gelenkschmerzen Krankheit   Gelenkschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Verwandte Schmerz-Themen von Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen Top6 Krankheiten

Weitere Themen zu Gelenkschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Quickcheck Pflegeberatungs-Richtlinien: E-Learning für Pflegeberater
(19.10.18) Der AOK-Bundesverband hat ein neues E-Learning-Tool zu den Pflegeberatungs-Richtlinien entwickelt. Das Programm aus der Serie Quickcheck hilft Pflegeberatern, sich auf Fragen der Versicherten und die tägliche Beratungspraxis vorzubereiten. Das Tool baut auf die seit 7. Mai 2018 geltenden Pflegeberatungs-Richtlinien auf, die einheitliche Maßstäbe für die Durchführung von Pflegeberatung vorgeben. Neben Fragen und entsprechenden Antworten gibt es auch rechtliche und fachliche Hintergrundinformationen. Das Programm kann in etwa 20 Minuten absolviert werden.
Artikel lesen...

Fallpauschalen 2019: Der DRG-Katalog liegt vor
(18.10.18) Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) hat den DRG-Katalog, die Kodierrichtlinien und das Definitionshandbuch für das Jahr 2019 veröffentlicht. Die Dokumente stehen zum Download zur Verfügung.
Artikel lesen...

InEK stellt Dokumente für das PEPP-Entgeltsystem 2019 bereit
(17.10.18) Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) hat aktuelle Dokumente für das pauschalierende Entgeltsystem Psychiatrie und Psychosomatik 2019 bereitgestellt. Dazu gehören die Abrechnungsbestimmungen und der PEPP-Entgeltkatalog, das Defintionshandbuch sowie die Deutsche Kodierrichtlinien. Diese können auf den entsprechenden Internetseiten abgerufen werden.
Artikel lesen...

Weiterführende Links