6. April 2020

Top6 Themen: Rotatorenmanschettenruptur - Gelenkschmerzen

Rotatorenmanschettenruptur

Rotatorenmanschettenruptur Gelenkschmerzen Themen und Krankheit
Die Rotatorenmanschette besteht aus vier Muskeln, dem M. infraspinatus, M. supraspinatus, M. subscapularis und M. teres minor, und bildet das Dach des Schultergelenks. Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers und um diese Bewegungsfreiheit zu ermöglichen, ist die knöcherne Gelenkfläche ziemlich klein.

Die Aufgabe der Rotatorenmanschette besteht darin, dennoch für Stabilität im Schultergelenk zu sorgen, den Oberarmkopf in der Gelenkpfanne zu fixieren und außerdem noch bei den verschiedensten Bewegungen der Schulter mitzuwirken. Unter einer Rotatorenmanschettenruptur versteht man nun den Riss einer oder mehrerer Sehnen der Rotatorenmanschette über dem Oberarmkopf.


Ursachen: Rotatorenmanschettenruptur

Eine Rotatorenmanschettenruptur hat meist einen degenerativen Hintergrund und betrifft meist die Sehne des Musculus supraspinatus. Ursachen für die Rotatorenmanschettenruptur können sein:

- Verschleiß (Degenerativ)

- Unfälle, wie ein Sturz auf den ausgestreckten Arm oder die Schulter

- Schulterluxation (Auskugelung)

- Schulterverrenkungen

- Impingement-Syndrom (Einklemmung der Sehnen zwischen anatomischen Strukturen)

- Durchblutungsstörungen

- Muskuläres Ungleichgewicht


Symptome: Rotatorenmanschettenruptur

Die Symptomatik der Rotatorenmanschettenruptur ist recht unterschiedlich und abhängig von der Ursache und der/den betroffenen Sehne(n). Krankheitszeichen können sein:

- Schulterschmerzen

- Bewegungseinschränkungen

- Kraftlosigkeit

- Ausstrahlende Schmerzen in den Arm

- Ausweichbewegungen


Diagnose: Rotatorenmanschettenruptur

Folgende Untersuchungen können zur Sicherung der Diagnose „Rotatorenmanschettenruptur“ durchgeführt werden:

- genaue Anamnese

- körperliche Untersuchung, mit Überprüfung des Bewegungsausmaßes, der Kraft und der Bewegungsdurchführung

- Bildgebende Verfahren, wie Ultraschall, Kernspintomographie und Kontrastmitteldarstellungen

- Arthroskopie


Therapie: Rotatorenmanschettenruptur

Bei der Therapie einer Rotatorenmanschettenruptur kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Im nächsten Schritt kann auch Metamizol (Baralgin®, Novalgin®) versucht werden. Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten.

b) Akupunktur

c) Operative Maßnahmen

d) Physikalische Therapie
, z.B. T.E.N.S., Wärme, Kälte, Physiotherapie, Massagen,..

e) Wichtig ist auch die Schonung bzw. Ruhigstellung der betroffenen Schulter




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Rotatorenmanschettenruptur



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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