20. Januar 2018

Top6 Themen: Postenteritische Arthritis - Gelenkschmerzen

Postenteritische Arthritis

Postenteritische Arthritis Gelenkschmerzen Themen und Krankheit
Bei der postenteritischen Arthritis handelt es sich um eine Gelenkentzündung, die nach einer Darmentzündung auftritt und häufig mehrere Gelenke betrifft.

Diese Erkrankung gehört zu den infektreaktiven Arthritiden und darf nicht mit den enteropathischen Arthritiden verwechselt werden. Die enteropathische Arthritis tritt im Gegensatz zur postenteritischen Arthritis zur gleichen Zeit wie die Darmerkrankung auf.


Ursachen: Postenteritische Arthritis

Die häufigsten Erreger der postenteritischen Arthritis bzw. der vorangehenden Darmentzündung sind:

- Yersinien

- Salmonellen

- Shigellen (vor allem bei Auslandsaufenthalten)


Symptome: Postenteritische Arthritis

Typische Krankheitszeichen der postenteritischen Arthritis sind meist:

- Schmerzen

- Schwellung

- Rötung

- Überwärmung des Gelenks

- Gelenkerguss

- Bewegungseinschränkung

- Gelenkempyem (Eiteransammlung)


Mögliche Spätfolgen der postenteritischen Arthritis sind:

- Funktionsverlust mit Destruktionen

- Fehlstellungen

- Kontrakturen

- Ankylosen (Gelenkversteifung)

- Arthrose


Therapie: Postenteritische Arthritis

Bei der Therapie einer postenteritischen Arthritis kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) (Medikamentöse) Behandlung mit:

- 5-Aminosalicylsäure
- Kortikosteroiden
- Metronidazol
- Antibiotika

b) Medikamentöse Schmerztherapie:
Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

c) Akupunktur

d) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Postenteritische Arthritis



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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