17. Juli 2018

Top6 Themen: Postenteritische Arthritis - Gelenkschmerzen

Postenteritische Arthritis

Postenteritische Arthritis Gelenkschmerzen Themen und Krankheit
Bei der postenteritischen Arthritis handelt es sich um eine Gelenkentzündung, die nach einer Darmentzündung auftritt und häufig mehrere Gelenke betrifft.

Diese Erkrankung gehört zu den infektreaktiven Arthritiden und darf nicht mit den enteropathischen Arthritiden verwechselt werden. Die enteropathische Arthritis tritt im Gegensatz zur postenteritischen Arthritis zur gleichen Zeit wie die Darmerkrankung auf.


Ursachen: Postenteritische Arthritis

Die häufigsten Erreger der postenteritischen Arthritis bzw. der vorangehenden Darmentzündung sind:

- Yersinien

- Salmonellen

- Shigellen (vor allem bei Auslandsaufenthalten)


Symptome: Postenteritische Arthritis

Typische Krankheitszeichen der postenteritischen Arthritis sind meist:

- Schmerzen

- Schwellung

- Rötung

- Überwärmung des Gelenks

- Gelenkerguss

- Bewegungseinschränkung

- Gelenkempyem (Eiteransammlung)


Mögliche Spätfolgen der postenteritischen Arthritis sind:

- Funktionsverlust mit Destruktionen

- Fehlstellungen

- Kontrakturen

- Ankylosen (Gelenkversteifung)

- Arthrose


Therapie: Postenteritische Arthritis

Bei der Therapie einer postenteritischen Arthritis kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) (Medikamentöse) Behandlung mit:

- 5-Aminosalicylsäure
- Kortikosteroiden
- Metronidazol
- Antibiotika

b) Medikamentöse Schmerztherapie:
Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

c) Akupunktur

d) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Postenteritische Arthritis



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Gelenkschmerzen Krankheit   Gelenkschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Verwandte Schmerz-Themen von Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen Top6 Krankheiten

Weitere Themen zu Gelenkschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Diabetes: Was wissen Betroffene?
(16.07.18) Was wissen Menschen zum Thema Diabetes? Welche Hinweise wünschen sie sich? Wie bewerten sie verfügbare Informationen? Darüber war bislang wenig bekannt. Antworten liefert nun eine Befragung des Robert Koch-Institituts (RKI). Demnach schätzen mehr als 90 Prozent der Betroffenen ihr Diabetes-Wissen als gut oder sehr gut ein. Anders sieht es bei Menschen ohne diese Stoffwechselerkrankung aus. Hier meint nur etwa jeder Zweite, sich gut oder sehr gut auszukennen.
Artikel lesen...

Rund 3.800 Medikamente ohne Zuzahlung
(16.07.18) Für rund 3.800 Arzneimittel müssen gesetzlich Versicherte zurzeit keine Zuzahlung leisten. Der Beitrag zum rezeptpflichtigen Medikament kann entfallen, wenn der Preis mindestens 30 Prozent unter dem jeweiligen Festbetrag liegt, den die Kassen übernehmen. Die Liste enthält Generika ebenso wie patentgeschützte Wirkstoffe.
Artikel lesen...

Organspende: Erstmals seit Jahren steigt die Zahl der Entnahmen und Transplantationen
(12.07.18) Von Januar bis Juli dieses Jahres haben deutsche Transplantationszentren 484 Spendern Organe entnommen, das sind 72 mehr als in ersten Halbjahr 2017. Damit erhöhte sich die Zahl der Organe, die aus Deutschland über die europäische Vermittlungsstelle Eurotransplant zugeteilt wurden, um 245 a uf 1.576 Organe. Das meldete die Deutsche Stiftung Organtransplantation.
Artikel lesen...

Weiterführende Links