22. August 2017

doctorhelp - Home - Gelenkschmerzen - Omalgie

Top6 Themen: Omalgie - Gelenkschmerzen

Omalgie

Omalgie Gelenkschmerzen Themen und Krankheit
Das Wort "Omalgie" (lat. Omalgia) steht für Schmerzen im Bereich der Schulterregion bzw. dem Schultergelenk.

Für die Omalgie existieren zahlreiche Ursachen. Die Ansicht, die Arthrose sei die Hauptursache für eine Omalgie, ist falsch. Da das Schultergelenk verhältnismäßig gering belastet wird sind hier Verletzungen sowie gelenkzerstörende (gelenkdestruierende) Krankheiten als Ursache der Omalgie eher selten.

Die Omalgie geht meistens auch nicht vom Schultergelenk (Articulatio humeri) selbst aus, sondern von den Nebengelenken (Akromioklavikulargelenk, Akromiohumeralgelenk) und den sog. periartikulären (um das Gelenk herum liegende) Weichteilen.

Weitere Ursachen der Omalgie:

• Schulter-Hand-Syndrom
• Periarthritis humeroscapularis (Subakromiales Syndrom)
- Impingement-Syndrom
- Schultersteife
- Supraspinatussehnen-Syndrom
• Omarthritis (Entzündung des Schultergelenks, als Folge einer entzündlichen, rheumatischen Störungen)
• Frozen shoulder
• Omarthrose (Schultergelenksarthrose)
• mittleres Halswirbelsäulen- bzw. HWS-Syndrom
• Bursitis subacromialis (Schleimbeutelentzündung unter der Schulterhöhe bzw. unter dem platten Ausläufer der Schulterblattgräte) und / oder Bursitis subdeltoidea (zwischen dem großen Oberarmkopfhöcker und dem Dreiecks- oder Deltamuskel).
• Überlastung/ Überreizung (Handwerk, Tennis, Golf,…)

Details zu den einzelnen ursächlichen Erkrankungen finden Sie bei den entsprechenden Themen bei Doctorhelp.

Therapie

Zur Therapie einer Omalgie gibt es verschiedene Möglichkeiten. Deshalb unterscheidet man:

I. Allgemeine Therapieansätze


und

II. Weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik


Akute Beschwerden können (zunächst) im Rahmen der hausärztlichen Behandlung oder der ambulanten Schmerzpraxis behandelt werden. Werden die Schulterschmerzen chronisch (Schmerzen länger als 3 Monate anhaltend, oder regelmäßig wiederkehrend) sollten Sie sich unbedingt an eine erfahrene Schmerzklinik wenden. Hier gilt generell: Schulterschmerzen führen auf Dauer zu einer Art Überreizung - dies kann wiederum zu Dauerschmerzen führen, was wiederum eine Überreizung beinhaltet, und ein Teufelskreis beginnt. Die Methoden der sog. „speziellen Schmerztherapie“ können dem entgegnen. Dabei gilt grundsätzlich: „Je früher desto besser“.

Ein relativ seltenes, aber im Bedarfsfall wichtiges Thema im Zusammenhang mit der Omalgie ist eine ursächliche Arthrose. Zum Teil wird hier zu einer Operation geraten (Einsatz eines künstlichen Schultergelenks,…). Hier muß allerdings klar gesagt werden, daß dieser Schritt gut überlegt sein sollte, denn oft wird er einfach auch viel zu früh empfohlen. Auch hier verfügt die spezielle Schmerztherapie über sehr gute Möglichkeiten bestehende Leiden zu lindern. Häufig kann so eine Operation vermieden werden.

1. Allgemeine Therapieansätze

- kausale Ansätze (gegen die Ursache): z. B. operative Maßnahmen bei einer akuten Bursitis, etc..

- Medikamentöse Schmerztherapie.

Die Mittel erster Wahl sind peripher wirkende Analgetika (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken), spez. sog. nicht steroidale Antirheumatika (Rheumamittel), hierbei möglichst lang wirkende und magenschonende, z. B. Mobec®. Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkenden Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten.
Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch bei einer Omalgie wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.
Bei einer entzündlichen (Schmerz-)Ursache sind z. B. wiederholte Cortison-Einspritzungen hilfreich.

- Physikalische Therapie (Krankengymnastik, Wärme, Kälte, T.E.N.S. …)

- Akupunktur


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Omalgie



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Gelenkschmerzen Krankheit   Gelenkschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Verwandte Schmerz-Themen von Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen Top6 Krankheiten

Weitere Themen zu Gelenkschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Leitfaden "DMP erfolgreich umsetzen: Diabetes mellitus Typ 2 und Koronare Herzkrankheit" aktualisiert
(22.08.17) Die AOK hat den Leitfaden für Praxisteams zur erfolgreichen Umsetzung der Disease-Management-Programme (DMP) für Typ-2-Diabetiker und Patienten mit Koronarer Herzkrankheit (KHK) aktualisiert. Die Inhalte des Leitfadens orientieren sich an den Qualitätszielen des DMP Diabetes mellitus Typ 2 und des DMP Koronare Herzkrankheit. Der Leitfaden steht ab sofort zum kostenlosen herunterladen bereit.
Artikel lesen...

Weniger freiheitsentziehende Maßnahmen in der Pflege
(21.08.17) Die Zahl gerichtlich angeordneter freiheitsentziehender Maßnahmen (FEM) in Pflegeeinrichtungen geht zurück. Genehmigten Gerichte im Jahr 2010 in Betreuungsverfahren bundesweit noch über 98.000 FEM, waren es 2015 nach Angaben der Bundesregierung knapp 60.000. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.
Artikel lesen...

Ärzte erzielen über 70 Prozent ihrer Einnahmen aus der GKV
(18.08.17) Arztpraxen in Deutschland verdienen fast drei Viertel ihrer Einnahmen mit Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Nur ein Viertel erfolgt aus Privatabrechnungen. Das hat das Statistische Bundesamt (Destatis) jetzt mitgeteilt. 2015 entfiele n 70,4 Prozent der Praxis-Einnahmen auf Kassenabrechnungen, 26,3 Prozent auf Privatabrechnungen und 3,3 Prozent auf sonstige selbstständige ärztliche Tätigkeiten.
Artikel lesen...

Weiterführende Links



Anzeige