29. März 2017

Top6 Themen: Ehrlichiose - Gelenkschmerzen

Ehrlichiose

Ehrlichiose Gelenkschmerzen Themen und Krankheit
Die Ehrlichiose, oder auch Humane Granulocyten Ehrlichiose (HGE) genannt, ist eine Erkrankung, welche durch verschiedene Bakterien der Gattung Ehrlichia hervorgerufen und durch Zecken übertragen wird.

Erstmals wurde die Ehrlichiose 1994 in den USA beschrieben und 1997 wurden die ersten Patienten mit Antikörpern gegen HGE in Europa bzw. Deutschland entdeckt.


Symptome Ehrlichiose

Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen (Inkubationszeit) beträgt 10 bis 30 Tage. HGE vermehrt sich intrazellulär in den Vakuolen der Granulozyten, wobei in ca. 80% der Fälle die Erkrankung leicht und bei etwa 20% mäßig verläuft. Bei 2-5% kann es zu einem letalen (tödlichen) Verlauf kommen.

Ältere Menschen und immunsupprimierte Patienten sind besonders gefähret.

Die Symptome treten, anders als bei der Borrelieninfektion (Informationen: BorrelioseBorreliose), plötzlich auf und sind:

- Fieber
- Kopfschmerzen (Informationen: KopfschmerzenKopfschmerzen)
- Übelkeit
- Muskelschmerzen (Myalgien) (Informationen: MuskelschmerzenMuskelschmerzen)
- Gelenkschmerzen (Arthralgien) (Informationen: GelenkschmerzenGelenkschmerzen)
- Husten
- Leberbeteiligung
- Hautausschlag (Exanthem)


Diagnostik

Die Diagnose der Ehrlichiose erfolgt durch den Nachweis der HGE-DNA (HGE-Erbsubstanz) aus Granulozyten, den Nachweis von typischen Morulae (Einschlusskörperchen) in den Granulozyten und später dem Nachweis von HGE-Antikörpern. Des Weiteren fällt bei den Laborwerten ein Leukozyten- und Thrombozytenabfall, sowie ein Anstieg von GPT, seltener LDH und CPK, auf.


Therapie

Bei der Therapie einer Ehrlichiose kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) (Medikamentöse) Behandlung mit Antibiotika (Tetrazyklin)

b) Medikamentöse Schmerztherapie: Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

c) Akupunktur

d) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Ehrlichiose



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Gelenkschmerzen Krankheit   Gelenkschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Verwandte Schmerz-Themen von Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen Top6 Krankheiten

Weitere Themen zu Gelenkschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Extremkostenbericht: Weiter sinkende Belastung durch Kostenausreißer
(27.03.17) Die Fallpauschalen bilden das Leistungsgeschehen an deutschen Kliniken immer besser ab. Die finanzielle Belastung der Krankenhäuser durch sogenannte Kostenausreißer ging 2015 erneut zurück, die daraus folgende Unterdeckung sank auf 0,5 Millionen Euro. Das geht aus dem dritten Extremkostenbericht des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (INeK) hervor.
Artikel lesen...

Reha bei Pflegebedürftigkeit: Schnittstellenprobleme angehen!
(24.03.17) Läuft der Grundsatz "Reha vor Pflege" ins Leere, weil die Anreize dafür fehlen? Auf einer Podiumsdiskussion beim Deutschen Pflegetag 2017 in Berlin gehen Experten und Politiker dieser Frage nach. Als Gründungspartner der dreitägigen Veranstaltung ist der AOK-Bundesverband auch bei der vierten Auflage des Kongresses mit einer eigenen Programmstrecke beteiligt.
Artikel lesen...

Hamburg und Sachsen-Anhalt vereinbaren Preise für Klinikleistungen
(21.03.17) Krankenhäuser und Krankenkassen in Hamburg und Sachsen-Anhalt haben sich auf die Landesbasisfallwerte für 2017 geeinigt. Demnach liegt der landesweite Preis für Klinikleistungen in Hamburg bei 3.350,00 Euro. Das sind 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. In Sachsen-Anhalt steigt der diesjährige Landesbasisfallwert um zwei Prozent auf 3.344,75 Euro. Damit können die dort igen Krankenhäuser mit einem Erlösvolumen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro rechnen. Die Erlöse der Kliniken in Hamburg klettern ebenfalls auf 2,1 Milliarden Euro.
Artikel lesen...

Weiterführende Links



Anzeige