17. Februar 2019

Top6 Themen: Ehrlichiose - Gelenkschmerzen

Ehrlichiose

Ehrlichiose Gelenkschmerzen Themen und Krankheit
Die Ehrlichiose, oder auch Humane Granulocyten Ehrlichiose (HGE) genannt, ist eine Erkrankung, welche durch verschiedene Bakterien der Gattung Ehrlichia hervorgerufen und durch Zecken übertragen wird.

Erstmals wurde die Ehrlichiose 1994 in den USA beschrieben und 1997 wurden die ersten Patienten mit Antikörpern gegen HGE in Europa bzw. Deutschland entdeckt.


Symptome Ehrlichiose

Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen (Inkubationszeit) beträgt 10 bis 30 Tage. HGE vermehrt sich intrazellulär in den Vakuolen der Granulozyten, wobei in ca. 80% der Fälle die Erkrankung leicht und bei etwa 20% mäßig verläuft. Bei 2-5% kann es zu einem letalen (tödlichen) Verlauf kommen.

Ältere Menschen und immunsupprimierte Patienten sind besonders gefähret.

Die Symptome treten, anders als bei der Borrelieninfektion (Informationen: BorrelioseBorreliose), plötzlich auf und sind:

- Fieber
- Kopfschmerzen (Informationen: KopfschmerzenKopfschmerzen)
- Übelkeit
- Muskelschmerzen (Myalgien) (Informationen: MuskelschmerzenMuskelschmerzen)
- Gelenkschmerzen (Arthralgien) (Informationen: GelenkschmerzenGelenkschmerzen)
- Husten
- Leberbeteiligung
- Hautausschlag (Exanthem)


Diagnostik

Die Diagnose der Ehrlichiose erfolgt durch den Nachweis der HGE-DNA (HGE-Erbsubstanz) aus Granulozyten, den Nachweis von typischen Morulae (Einschlusskörperchen) in den Granulozyten und später dem Nachweis von HGE-Antikörpern. Des Weiteren fällt bei den Laborwerten ein Leukozyten- und Thrombozytenabfall, sowie ein Anstieg von GPT, seltener LDH und CPK, auf.


Therapie

Bei der Therapie einer Ehrlichiose kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) (Medikamentöse) Behandlung mit Antibiotika (Tetrazyklin)

b) Medikamentöse Schmerztherapie: Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

c) Akupunktur

d) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Ehrlichiose



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Gelenkschmerzen Krankheit   Gelenkschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Verwandte Schmerz-Themen von Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen Top6 Krankheiten

Weitere Themen zu Gelenkschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

App informiert über Vergiftungsunfälle bei Kindern
(14.02.19) Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) möchte mit Plakaten und Karten auf die selbst entwickelte App ?Vergiftungsunfälle bei Kindern? aufmerksam machen. Die App liefert Informationen zu Chemikalien, Medikamenten, Pilzen und Pflanzen, die Vergiftungsunfälle bei Kindern verursachen können. Zudem informiert das BfR darüber, wie sich solche Unfälle vermeiden lassen. Auch ein Anruf bei einem Giftinformationszentrum ist im Notfall direkt aus der App möglich.
Artikel lesen...

Neue Maßstäbe und Grundsätze für den stationären Bereich
(12.02.19) Die Selbstverwaltungspartner haben jetzt auf Basis der wissenschaftlich erarbeiteten Instrumente zur Prüfung der Qualität von den stationären Pflegeeinrichtungen die Maßstäbe und Grundsätze für die Qualität, Qualitätssicherung und Qualitätsdarstellung in der stationären Pflege sowie ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement erarbeitet und beschlossen. Die neuen Maßstäbe und Grundsätze für den stationären Bereich treten am 1. März 2019 in Kraft.
Artikel lesen...

Sieben Landesbasifsallwerte liegen vor
(12.02.19) Die Landesbasisfallwerte für Bayern, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind genehmigt. Auch in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein stehen die Preise für Klinikleistungen fest.
Artikel lesen...

Weiterführende Links