Erstmals wurde die Ehrlichiose 1994 in den USA beschrieben und 1997 wurden die ersten Patienten mit Antikörpern gegen HGE in Europa bzw. Deutschland entdeckt.
Symptome Ehrlichiose
Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen (Inkubationszeit) beträgt 10 bis 30 Tage. HGE vermehrt sich intrazellulär in den Vakuolen der Granulozyten, wobei in ca. 80% der Fälle die Erkrankung leicht und bei etwa 20% mäßig verläuft. Bei 2-5% kann es zu einem letalen (tödlichen) Verlauf kommen.
Ältere Menschen und immunsupprimierte Patienten sind besonders gefähret.
Die Symptome treten, anders als bei der Borrelieninfektion (Informationen:
Borreliose), plötzlich auf und sind:- Fieber
- Kopfschmerzen (Informationen:
Kopfschmerzen)
- Übelkeit
- Muskelschmerzen (Myalgien) (Informationen:
Muskelschmerzen)
- Gelenkschmerzen (Arthralgien) (Informationen:
Gelenkschmerzen)
- Husten
- Leberbeteiligung
- Hautausschlag (Exanthem)
Diagnostik
Die Diagnose der Ehrlichiose erfolgt durch den Nachweis der HGE-DNA (HGE-Erbsubstanz) aus Granulozyten, den Nachweis von typischen Morulae (Einschlusskörperchen) in den Granulozyten und später dem Nachweis von HGE-Antikörpern. Des Weiteren fällt bei den Laborwerten ein Leukozyten- und Thrombozytenabfall, sowie ein Anstieg von GPT, seltener LDH und CPK, auf.
Therapie
Bei der Therapie einer Ehrlichiose kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.
Details:
1. Allgemeine Therapien
a) (Medikamentöse) Behandlung mit Antibiotika (Tetrazyklin)
b) Medikamentöse Schmerztherapie: Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.
c) Akupunktur
d) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..
2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik
 
Therapie & Behandlungskonzepte bei Ehrlichiose
Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim und Schmerzklinik am Arkauwald.
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